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Observer-Training statt Praxisschock Lehrer beurteilen Unterrichtsbeispiele



Vor dem Praxisschock bewahren wollen Bildungsforscherinnen der Technischen Universität München (TUM) die Lehramtskandidaten. Wenn die Nachwuchs-Pädagogen zum ersten Mal vor den Schülern stehen, fehlt ihnen häufig die Kompetenz, das Geschehen im Klassenzimmer richtig einzuschätzen. Die Wissenschaftlerinnen haben ein Testverfahren mit Videos und standardisierten Fragen entwickelt, mit dem künftige Lehrer schon vor ihrem ersten Einsatz prüfen können, ob sie die Unterrichtssituation professionell beurteilen.
So lernt der angehende Lehrer, durch den Observer Störungen von Schülern als Zeichen eines langweiligen Unterrichts zu erkennen. Grunde für Fehleinschätzungen bei Lehranfängern: mangelnde Übung, pauschale Denkmuster und die Prägung aus der eigenen Schulzeit. Davor schützt auch das didaktische und pädagogische Wissen aus dem Studium nicht.
In dem Testverfahren, das Szenen aus dem Schulalltag benutzt, beurteilen Lehrer die Situation, schildern ihre Wirkung auf die Schüler und prognostizieren die Folgen für das weitere Lernen. Die Bildungsforscher wiesen nach, dass Lehramtskandidaten nach dem Observer-Seminar , die Wirkung des Unterrichts besser einschätzten. Derzeit testen elf deutsche Hochschulen die Entwicklung der TUM-Wissenschaftler. Auch US-Studenten schärfen bereits mit dem „Observer“ ihren Blick auf den Unterricht: Die Stanford University und die Northwestern University of Chicago erproben englische Versionen.

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Intelligenter Stift gibt Hinweise auf Schreibschwächen



Die Helmholtz-Gemeinschaft gibt grünes Licht für die Förderung der Ausgründung von drei neuen Produktideen. Zwei davon stammen aus dem Karlsruher Institut für Technologie (KIT): Ein Stift, der hilft, motorische Schwächen von Schreibanfängern zu erkennen und ein miniaturisierter Biochip für die zellbasierte Bioforschung werden gefördert. Der Stift ist mit einer Sensorik ausgestattet, die die Bewegungen und Kräfte beim Schreiben erfasst. Ärzte und Therapeuten werden damit die individuellen Probleme betroffener Kinder besser diagnostizieren und ihnen gezielter helfen können. Das zweite Ausgründungsvorhaben trägt den Namen „Cell Arrays“ und kommt aus dem Institut für Toxikologie und Genetik des KIT: Die Ausgründer haben eine Methode entwickelt, um für die Bioforschung neuartige hochdichte Arrays für Mikroproben herzustellen. Damit lassen sich erstmals Kapazitäten von über 50000 (Mikro)proben auf der Größe von Standard-Mikrotiter-Platten erreichen, so dass zum Beispiel das gesamte menschliche Genom auf einem einzigen handtellergroßen Biochip untersucht werden kann. Zeit und Kosten für die Experimente werden damit stark reduziert.

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Verbotene Früchte reizen Schüler bei Filmen und Computerspielen



Filme, Computer- und Videospiele, die in Deutschland vertrieben werden, müssen seit 1. Juni 2009 deutlichere, größere Alterskennzeichnungen haben. Außerdem sind die Altersgruppen weiter verfeinert worden. Das hat allerdings dazu geführt, dass Jungen im Alter von 12 bis 13 Jahren eben gerade solche Titel nutzen, für die sie eigentlich zu jung sind. Die Forschung spricht hier von einem „Forbidden-Fruit“-Effekt. Die Verbote scheinen die Attraktivität bestimmter Inhalte sogar gesteigert zu haben, ergab eine Studie der Universität Erfurt und der Hochschule für Musik, Theater und Medien, Hannover. Mit einem Eye-Tracker, einem Gerät das die Blickbewegungen von Personen erfasst, untersuchten Wissenschaftler, wie schnell die Alterskennzeichnung erkannt wird.
Der Vergleich der alten mit der neuen Alterskennzeichnungen zeigte, dass sowohl Kinder als auch Eltern die neuen Kennzeichnungen früher wahrnehmen und auch intensiver betrachten. Die Forscher erkannten aber auch, dass Eltern zwar sehr viel Wert auf altersgerechte Medieninhalte legen, sich aber nicht ausschließlich auf die vom Gesetzgeber veranlassten Alterskennzeichnungen verlassen. Sie orientieren sich stärker an bestimmten Bildern und Begriffen als am Inhalt. Außerdem geben die Forscher zu bedenken, dass Kinder sich unterschiedlich entwickeln. Bedauert wurden von den Wissenschaftlern die fehlenden Inhaltsangaben. Sie weisen darauf hin, dass andere Länder die Alterskennzeichnung inhaltlich begründet.

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PISA 2009: Leistungsniveau erhöht Aber immer noch nur Mittelmaß



Die Leistungen der deutschen Schüler habe sich im Verlauf von zehn Jahren PISA durchgängig positiv entwickelt, zieht Professor Eckhard Klieme vom Deutschen Institut für Internationale Pädagogische Forschung (DIPF) Bilanz. Das Leistungsniveau der Fünfzehnjährigen konnte 2009 im internationalen Vergleich erhöht werden. In Deutschland haben bei der letzten PISA-Untersuchung 4979 fünfzehnjährige Schülerinnen und Schüler aus 226 Schulen aller Schulformen Aufgaben aus den Bereichen Lesen, Mathematik und Naturwissenschaften bearbeitet. Während sich bei der ersten PISA-Studie im Jahr 2000 die Leistungen noch unter dem OECD-Durchschnitt befanden, liegen nun die Leseleistungen sowie die mathematischen und naturwissenschaftlichen Kompetenzen knapp darüber. Die exakten Ergebnisse: Lesen 19. Platz, Mathematik 16. und Naturwissenschaften 15. Platz von 31 Plätzen. Vorne liegen Shanghai, Südkorea, Hongkong und Finnland. Erfreulich angestiegen seien die Leseleistungen bei Jugendlichen mit Migrationshintergrund. Dennoch liegen Kinder aus zugewanderten Familien bei PISA 2009 immer noch um mehr als ein Schuljahr zurück.
Neben der insgesamt positiven Entwicklung macht PISA 2009 jedoch auch die nach wie vor bestehenden Schwächen und Herausforderungen im deutschen Bildungssystem deutlich: Der Anteil von Fünfzehnjährigen mit schwacher Lesekompetenz habe zwar abgenommen, sei aber mit 18,5 Prozent noch immer überdurchschnittlich hoch. PISA zeigt zudem, dass auch die Gymnasien Nachholbedarf haben. Hier mangele es nach wie vor an individueller Förderung.

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Terrorberichterstattung schürt die Angst vor Muslimen



Mit den Fernsehsendungen über Terrorismus und die Gefahr von Anschlägen, steigt die Angst vor den Muslimen im allgemeinen. Das war selbst nach den Anschlägen in New York am 11. September 2001 auf das World Trade Center so, ist das Ergebnis einer Studie von Kommunikationswissenschaftlern der Universität Jena. Je näher die Gefahr scheint, umso stärker wächst die Abneigung gegen Muslime, weil sie als potentielle Täter angesehen werden. Das Team um Prof. Dr. Wolfgang Frindte und Nicole Haußecker hat von August 2007 bis Februar 2009 die Hauptnachrichtensendungen der Fernsehsender ARD, ZDF, RTL und SAT1 zum Thema Terrorismus aufgezeichnet und nach einem umfassenden Raster analysiert. Ergänzend sind dreimal Interviews mit Zuschauern geführt worden. Wenn über zukünftige mögliche Ereignisse berichtet wird, tragen die Medien jedes Mal neu zur Inszenierung von Terrorismus bei, befürchtet Frindte. Dies führe dazu, dass die Zuschauer permanent eine unspezifische Bedrohung empfinden. Überraschend war für die Jenaer Forscher allerdings, dass die befragten Zuschauer trotz des Bedrohungserlebens nicht verstärkt nach Anti-Terrormaßnahmen riefen. Rund 80 Prozent der TV-Berichterstattung widmete sich Taten und Aktivitäten, nur ein Fünftel – etwas mehr bei ARD und ZDF – den Ursachen des Terrorismus. Die Jenaer Langzeitstudie zeigt, dass Privatsender stärker dramatisieren. Entsprechend fühlten sich die Zuschauer der Freien stärker bedroht. Besonders empört reagierten die Zuschauer, wenn die deutschen Soldaten als Aufbauhelfer gezeigt wurden und anschließend über einen Attentat berichtet wurde. Auf der anderen Seite haben die Jenaer Forscher auch heraus gefunden, dass die Zuschauer nach Nachrichten suchen, die ihre Angst vor Muslimen bestätigen. Gewünscht wird von Zuschauern eine Verstärkung der militärischen und Sicherheitsmaßnahmen.

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Eindruck entscheidet Wahlverhalten stärker als Parteiprogramme



Wähler richten sich bei ihrer Entscheidung weniger nach ihrer eigenen Meinung zu aktuellen Fragen und lassen außerdem die Parteiprogramme weitgehend unbeachtet. Stattdessen lassen sie ich vom persönlichen Image der Politiker beeinflussen und fällen traditionelle, bisweilen längst überholte Entscheidungen, ist das Ergebnis einer wissenschaftlichen Untersuchung von Prof. Andranik Tangian (Karlsruher Institut für Technologie). Er hat Parteiprogramme und Meinungsumfragen analysiert und den Wahlergebnissen gegenübergestellt. Um die Kluft zwischen Meinungsäußerungen und Wahlergebnissen zu überbrücken, schlägt er vor,
eine Drittstimme für ein politisches Programm einzuführen, die zu der Erststimme für eine Person und die Zweitstimme für eine Partei käme. Zur Abgabe der Drittstimme sollen die Wähler zusätzlich einen Fragebogen ausfüllen, der ihr eigenes politisches Profil deutlich macht. Folgerung von Tangian: Die vorgeschlagene Ergänzung zum Wahlverfahren könnte die Kluft zwischen der Wirklichkeit und veralteten Vorstellungen verringern und dadurch zu einer effizienteren Demokratie führen.

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Erst ein neuer Partner heilt den Trennungsschmerz



Gänzlich überwunden wird der Trennungsschmerz von einer Partnerin oder einem Partner erst, wenn man einen „Ersatz“ hat. Dann erst verblasst die entgangene Chance auf das große Glück. Der neue Partner rückt an die vakante Stelle. Zu diesem Schluss kommen Psychologen der Universität Bonn. Die Bonner Forscher nutzten einen Trick, um den insgesamt 144 Teilnehmern ihrer Studie ins Herz zu schauen. Sei verwerteten in einer Computer-Fragenaktion fünf charakteristische Merkmale der Ex-Partner wie Vorname, Haarfarbe, Hobby oder Lieblingsmusik in Kombination mit chinesischen Schriftzeichen, die auch mit anderen Begriffen gekoppelt wurden. Gekoppelt mit dem Lieblingsmerkmal wurde das Schriftzeichen als sympathischer eingestuft. Die Wissenschaftler werteten es als Beweis, dass die alte Liebe noch nicht vergessen war. Bei einer direkten Charakterbeurteilung der/des Ex stellte sich heraus: Je positiver die Einstellung zum ehemaligen Partner, desto unzufriedener waren die Teilnehmer mit ihrem augenblicklichen Solodasein, wobei sich die Unzufriedenheit auch durch Aggression gegen Ex-Partner ausdrücken kann. Gut über den Verflossenen oder die Ex zu reden, kann auch ein Zeichen der Souveränität sein, die man aber erst besitzt, wenn man wirklich mit der zerbrochenen Beziehung abgeschlossen hat, einen neuen Partner oder eine neue Partnerin gefunden hat.

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Trickfilm-Biene löst Energieprobleme Kinder reagieren mit Videobotschaften



Eine fantasievolle Welt haben Studierende der Fachhochschule Kiel als Beitrag zum Wettbewerb „Energie für Ideen“ geschaffen. Mit Trickfilmen, bei denen die Biene die Hauptrolle spielt, (www.enerbee.tv) wollen sie Kinder ab acht Jahren für Energiethemen gewinnen. Die männliche Arbeitsbiene Enerbee, seine Bienenkönigin und die verrückte Forscherlaus Professor Lausowitz begeistern dabei die jungen Websitebesucher. Die Kinder können dem Enerbee-Team Videobotschaften senden und so selbst zu Mitwirkenden werden. Die besten und lustigsten Beiträge werden Teil der nächsten Enerbee-Film-Serie. Auch Energie-Experten und Wissenschaftler aus der echten Welt melden sich zu Wort. Sie helfen weiter, wenn Enerbee, Professor Lausowitz und die Kinder mal nicht weiterwissen. Mit der Plattform wollen die Studierenden nicht nur Informationen zu Energiethemen bieten, sondern auch auf spielerische Weise die Medienkompetenz der jungen Zielgruppe schulen.

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Computer ersetzt Schulhefte Frankreich liefert Beispiel



Der französische Bildungsminister Luc Chatel hat ein Programm für die Digitalisierung der Schule aufgelegt. Der Modernisierung des Lehr- und Lernbetriebes dient ein Portal in dem alle Lehrbücher bereitgestellt werden. Als besonders wichtig angesehen wird die Schulung der Lehrer. Vergessen sind Schularbeiten in Arbeitsheften. Alles läuft direkt am Computer ab. Für den Schüler ist ein Internet-Führerschein vorgesehen. Ab 2012 soll jeder neue Lehrer ein Zertifikat für Informatik und Internet besitzen.

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Mobiler Datentransfer erspart zeitraubende Arztbesuche



Sparen im Gesundheitssystem sollte nicht weniger aber intensivere medizinische Betreuung durch den Arzt bedeuten. Als zukunftsgerichtete Strategie für die Verkürzung der Wartezeiten für Behandlungen, ein höheres Niveau und geringere Kosten gilt der mobile Datentransfer im Gesundheitswesen. So verspricht der iPad zur Schlüsselstelle in der Krankenhauskommunikation zu werden. Kommunikationsdienste befördern ärztliche Überweisungen und Anfragen, Röntgenüberweisungen und -befunde, Laboranfragen und -ergebnisse sowie den Schriftwechsel mit Krankenversicherungen. Am Horizont steht der aufgeklärte Patient als sein eigener Gesundheitsmanager. Tele-Monitoring wird mittlerweile in zahlreichen Versuchsprojekten zur gesundheitlichen Überwachung von Patienten genutzt. Dabei erfasst der Patient mit Hilfe eines Gerätes in regelmäßigen Abständen seine Vitaldaten und übermittelt diese über Internet an seinen Arzt oder an ein Krankenhaus. Hierdurch wird ein Großteil der persönlichen Konsultationen eingespart. In der Chirurgie werden Navigationssysteme und Roboter entwickelt, die präziser und schneller als die menschliche Hand arbeiten können. Um einem künftigen Personalmangel in der Altenpflege und in der Betreuung Demenzkranker entgegenzuwirken, werden zudem vermehrt spezielle Roboter eingesetzt, die für das Pflegepersonal eine Entlastung darstellen können.

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Jacobs-Forscher arbeiten an Software für kulturelles Verständnis



Interkulturelle Unterschiede und ihre Wirkung auf die Umwelt untersucht ein Forscherteam der Jacobs University Bremen mit Wissenschaftlern aus Großbritannien, Portugal, Deutschland, den Niederlanden und Japan. Es geht darum, ein besseres Verständnis der unterschiedlicher Kulturen zu entwickeln. Bei dem Projekt „eCUTE“ kooperieren Experten aus den Bereichen Emotions- und Kulturpsychologie, künstliche Intelligenz, Mensch-Maschinen-Interaktion, Affective Computing und Virtuelle Realität.
Gesucht werden innovative, technologiebasierte Lernansätze zu einem größeren Einfühlungsvermögen im Miteinander der Kulturen. Zielgruppen sind einerseits die
9- bis 11-jährigen und andererseits Erwachsene im Alter von 18 bis 25 Jahre. Um zu analysieren, wie Menschen emotional auf das Zusammentreffen und den Umgang mit Personen aus fremden Kulturen reagieren, messen die Bremer Wissenschaftler gefühlsbedingte körperliche Reaktionen, wie Herzfrequenz, Gesichtsmuskelaktivität und Hautleitwiderstand. Aber sie erfassen auch expressive Reaktionen wie Gesichtsausdruck, Stimme und Gestik. Außerdem werden die Versuchspersonen zu ihrem subjektiven Erleben der Testsituationen befragt. Computerprogramme sollen Kindern und Jugendlichen helfen, Verständnis für andere Kulturen zu entwickeln. Ihre Anwendung ist auch für Schulen geplant. Anhand von Rollenspielen erfahren Kinder und junge Erwachsene auf spielerische Art und Weise mehr über die Eigenarten der anderen Kulturen.. Sie können unterschiedliche Kommunikations- und Konfliktlösungsstrategien ausprobieren, ohne das Risiko einzugehen, einen echten Menschen zu kränken.

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Tiere schaffen gute Laune Positive Wirkung auf alte Leute



Hunde wie andere Haustiere sind für alte und allein lebende Menschen ein wichtiger emotionaler Bezugspunkt. Viele Alten- und Pflegeheime bieten deshalb bereits Programme an, in denen Tiere in den Heimalltag einbezogen werden. Forscher aus Dresden untersuchen die gesundheitsfördernde Wirkung von Tieren auf Menschen, sowohl auf Kinder, wie Erwachsene und insbesondere alte Menschen. Die Studie »Tiergestützte Intervention bei Demenzkranken« stellte eine gesundheitsfördernde und psychosoziale Wirkung fest. Demenz erkrankte Altenheimbewohner nahmen sechs bis zwölf Monaten an dem Trainingsprogramm mit Tieren teil. Ziel war es, geistige und körperliche Funktionen hilfebedürftiger Personen anzuregen und so ihr allgemeines Wohlbefinden zu fördern. Außerdem wird die psychische, soziale und organische Gesundheit der Versuchsteilnehmer verbessert.





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Verlernen schwieriger ist als neu lernen Neurologen untersuchen Prozess



Alte Informationen zu vergessen, ist viel schwieriger als Neues zu lernen. Das gilt für den neuen Namen der frisch verheirateten Kollegin ebenso wie für eingefleischte Rechtschreibfehler oder Ängste vor Schmerzen. Wie das „Verlernen“ funktioniert, untersuchen Forscher aus Bochum, Marburg und Essen in der neuen Forschergruppe 1581 „Extinktionslernen“ (Sprecher: Prof. Dr. Onur Güntürkün, Abteilung Biopsychologie, Ruhr-Universität Bochum), Dabei gehen die Forscher davon aus, dass Lernen nicht nur das Sammeln von neuen Informationen ist, sondern auch eine Korrektur von alten. Echtes Verlernen bedeutet nicht die Information nur zu vergessen, sondern sie nachhaltig auszulöschen. Das Extinktionslernen bedeutet, auf alte überholte Information anders oder nicht mehr zu reagieren. Dieser Prozess ist für das Gehirn viel aufwendiger als das Neulernen. Da gibt es eine Reihe von Beispielen: Patienten verlieren auch dann ihr Angst vor Schmerzen nicht so schnell, wenn sie erkannt haben, dass kein Grund mehr dafür besteht. Grundschüler, die „nach Gehör“ Schreiben gelernt haben, hören nicht auf Rechtschreibfehler zu machen, auch dann nicht, wenn sie wiederholt darauf hingewiesen werden. Im Fokus der Untersuchungen stehen die nervlichen Vorgänge, das Verhalten des Individuums wie klinische Befunde. Von dieser Strategie versprechen die Forscher sich tiefe Einsichten in die verschiedenen Mechanismen des Extinktionslernens.

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Lehrer nutzen Medien im Unterricht mit starken Einschränkungen




Immer mehr Lehrkräfte setzen digitale Medien im Unterricht ein. In Nordrhein-Westfalen sind es (53 Prozent) der rund 1.400 befragten Lehrkräfte an allgemeinbildenden Schulen tun dies – allerdings nur gelegentlich, d.h. mindestens einmal im Monat. 15 Prozent nutzen digitale Medien sogar schon mehrmals pro Woche. Schuld an der eingeschränkten Nutzung sind die mangelhafte Technik.
Diese Ergebnisse zeigte eine Studie über Medienkompetenz in der Schule.
Die Lehrkräfte setzen die digitalen Medien vor allem zur Vorbereitung und Unterstützung ihres eigenen Unterrichts ein. Rund 40 Prozent der Lehrkräfte lassen auch ihre Schülerinnen und Schüler mindestens gelegentlich mit digitalen Medien arbeiten. Leitmedien sind nach wie vor Zeitung und Fernsehen, die digitalen Medien sind hier aber auf dem Vormarsch.
Die Mehrheit der Lehrkräfte beurteilt den Medieneinfluss auf die Schüler negativ und mit Risiken verbunden. Sie halten sich selbst für Medien-kompetent, was sie allerdings den Schülern absprechen. Den Pädagogen fällt der Einsatz von Medieninformation im Unterricht schwer. Für die Integration der digitalen Medien in den schulischen Alltag sei eine verstärkte Qualifizierung der Lehrkräfte notwendig, erklärte die Landesanstalt für Medien Nordrhein-Westfalen. Sie fördert die Medienkompetenz im schulischen Bereich mit Projekten wie Klicksafe, Internet-ABC oder Auditorix Beratungs- und Informationsangebote. ie neue LfM-Studie listet zentrale Handlungsfelder auf, u. a. den weiteren Ausbau der Lehrerbildung, eine verbesserte Ausstattung mit PC-Infrastruktur und eine stärkere Einbeziehung der Eltern. Bei der Umsetzung dieser Handlungsfelder handele es sich um eine Gemeinschaftsaufgabe von Land und Kommunen, Universitäten und Studienseminaren sowie von Eltern, Schülerinnen und Schülern sowie Lehrkräften,




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Guter Abschluss Triebkraft für Leistung Schüler zeigen sich hochmotiviert




Erziehungswissenschaftler der Universität Jena untersuchten die Lernmotivation bei Schülern und kamen zu einem überraschenden Ergebnis: Migranten-Kinder haben mehr Spaß am Lernen als die deutschen Schüler. Nebenbei bemerkt, die PISA-Studie kam zu der gleichen Feststellung. Eine spezielle Untersuchung beschäftigte sich mit der Lernmotivation von 1.689 Bremer Schülerinnen und Schüler der Klassenstufen sieben und neun. Ein Erziehungswissenschaftler der Friedrich-Schiller-Universität Jena stellte fest, dass die meisten Schüler ihre Schule sehr wichtig nehmen. Insgesamt waren drei Viertel der Befragten hoch motiviert, leistungsorientiert und sehr lernfreudig. Allerdings teilt sich diese Motivation in verschiedene Gruppen. 60 Prozent von ihnen haben einen guten Abschluss vor Augen und nehmen deshalb auch Lernschwierigkeiten in Kauf. Zu dieser Gruppe zählen vor allem deutsche Schüler. 13 Prozent fühlen sich nicht wohl in der Schule und haben oft sogar Angst vorm Versagen. Die Lernfreude der Zuwanderer zeigt sich aber weniger in den schulischen Leistungen. Sprachschwierigkeiten oder Diskriminierungen durch die Institution Schule sind die Ursache.
Studien belegen, dass Schüler mit Migrationshintergrund oft in ihrer Leistungsbereitschaft und ihrer Lernfreude ausgebremst werden. Sie erhalten seltener Empfehlungen für den Besuch einer höheren Schule. Positiv wirkt sich auf den Lernprozess, wenn sich der Schüler in der Klasse wohl fühlt, sich als kompetent und leistungsfähig erlebt und Mitbestimmungsrecht in der Schule hat.

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Arbeitslosigkeit belastet die Psyche Jobcenter für Ernstfall qualifizieren



Psychisch erkrankte Langzeit-Erwerbslose haben es bei der Arbeitsvermittlung schwer. Zudem haben Langzeitarbeitslose ein höheres Risiko, seelisch zu erkranken. Wenn der Tag nicht mehr besonders strukturiert ist, die sozialen Kontakte immer mehr wegbrechen und die Abhängigkeit von einer staatlichen Institution immer größer wird, ist die Psyche besonders belastet. Und wer mit seelischen Problemen zu kämpfen hat, wird gesellschaftlich schnell ausgegrenzt bis hin zur Stigmatisierung. Deshalb wurde das Tandem-Projekt (Task force on long duration unemployment in elderly people and mental health) entwickelt, das in diesem Jahr mit dem Anti-Stigma-Preis der Deutschen Gesellschaft für Psychiatrie, Psychotherapie und Nervenheilkunde (DGPPN) ausgezeichnet wird. Das Pilotprojekt wird von der Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie Essen, Klinik und Institut der Universität Duisburg-Essen in Kooperation mit dem Jobcenter Essen getragen. Das Tandem-Konzept plant, die Jobcenter-Mitarbeiter so weit zu schulen, dass sie bei den Bewerbern seelische Probleme erkennen und bei der Bewältigung psychischer Probleme angemessen helfen können.

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Nach Online-Verkehr Begegnung im realen Leben


Computerspiele im Fokus der Forschung


Mehr als zehn Millionen Menschen tauchen regelmäßig in das weltweit erfolgreichste Online-Abenteuer ein, in eine fantastische Welt, bevölkert mit Menschen, Elfen, Orcs und vielen anderen Wesen. Eine Welt, in der Helden gewaltige Schlachten schlagen und Schätze nur darauf warten, gehoben zu werden. Es ist die World of Warcraft (WoW). Der Arbeitskreis Digital-Game & -Gaming Forschung der Universität Duisburg-Essen (UDE) untersucht seit drei Jahren verschiedene Aspekte von Computerspielen. Erste Erkenntnis: das negative Klischee des WoW-Spielers, keine echten Freunde, kaum Bewegung und Stunden vor dem Rechner, sind unhaltbare Vor-Urteile. Das gilt vor allem für eine Gruppe von Menschen, die ihrem Alter nach mit beiden Beinen fest auf dem Boden stehen – den 21- bis 40-Jährigen. Sie erleben sich nicht als Einzelkämpfer, sondern suchen das „gemeinsame“ Spiel. Es bilden sich Clans, die auch Gilde genannt werden und Teams wie im Sport. Nach einem Online-Verkehr folgt häufig die Begegnung im realen Leben. Die virtuellen Gruppen funktionieren genauso wie reale Gruppen. Häufig werden aus den Internetbekannten richtige Freunde. Erkenntnis der Forscher: Soziale Gruppen im Spiel sind eine Ergänzung des echten Lebens.
Die digitalen "Massen Online (Rollen-)Spiele ist am Computerspielmarkt ist in den letzten Jahre beständig gewachsen. Die Spieler dieser Spiele zeichnen sich sowohl durch lange Spielzeiten als auch durch hohe Loyalität aus. Gleichzeitig stellen sie in der Reihe der digitalen Spiele eine neue Qualität dar. Es handelt sich um eine frei begehbare Spielwelt, auf die mit einem Avatar zugriffen werden kann.

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Phantasie nutzt viele Bilder Erinnerung läuft einspurig



Zuerst durften sie in der Adventszeit bei einer Kernspin-Untersuchung von Weihnachten träumen und nach den Feiertagen sich erinnern, wie es wirklich war. Es handelte sich um Testpersonen vom Institut für Kognitive Neurowissenschaft der Ruhruniversität Bochum. Zwei Wissenschaftlerinnen wollten herausfinden, was im Gehirn passiert, wenn wir auf Zeitreisen gehen und wie es Erinnerungen von Zukunftsgedanken unterscheidet.
Bei mentalen Zeitreisen in die Vergangenheit und in die Zukunft sind ähnliche Hirnareale aktiv. Anhand der Computer-Aufnahmen zeigten sich Unterschiede in den Aktivierungsmustern . Bei Zeitreisen in die Vergangenheit waren jene Hirnareale stärker aktiv, die Informationen des Sehsinns verarbeiten. Bereits Erlebtes/Gesehenes scheint hier quasi erneut aktiviert zu werden. Neurowissenschaftler nehmen an, dass die Menge an Sinnesinformationen in Erinnerungen und Zukunftsgedanken dem Gehirn hilft, beide Zeitrichtungen zu unterscheiden. Auch wenn beim Vor- und Rückwärtsreisen durch die Zeit ähnliche Hirnareale beteiligt sind, werden diese doch ganz unterschiedlich beansprucht. Während wir uns die Zukunft ausmalen, kombiniert das Gehirn eine Vielzahl von Informationen verschiedener Erinnerungen. Dagegen wird bei einer Zeitreise in die Vergangenheit nur eine Gedächtnisspur aufgerufen.

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Lesen lernen verändert Gehirn Unabhängig vom Lebenszeitpunkt



Zum ersten Mal konnte ein internationales Forscherteam nachweisen, dass das Lesen lernen das Gehirn verändert. Die Studie spiegelt den massiven Einfluss von Bildung auf das menschliche Gehirn, insbesondere den visuellen Kortex und den für Sprache zuständigen Bereich wider. Die Daten gewannen die Forscher mit Hilfe von Probanden, von denen 15 v. H. Analphabeten, 30 v. H. im Erwachsenenalter das Lesen erlernt hatten und 55 v.H. eine normale Schulbildung durchlaufen haben. Die Studie wurde gleichzeitig in Portugal und Brasilien durchgeführt und kam zu denselben Ergebnissen. Wurden den Probanden geschriebene Sätze vorgelegt, zeigten die Lesekundigen im Gegensatz zu den Analphabeten eine erhöhte Aktivität mehrerer Gehirnregionen, von Arealen, die für die Verarbeitung visueller und sprachlicher Informationen zuständig sind. Sie haben bei den Analphabeten eine ähnliche Funktion und dienen dem Erkennung von Objekten und Gesichtern.
Gehirne besonders flüssig Lesender brauchen für die Aufgabenlösung nur einen geringen Aufwand. Die meisten positiven Auswirkungen des Lesenlernens sind bei den Probanden, die eine ganz normale Schulbildung durchlaufen haben, die gleichen wie bei denen, die erst als Erwachsene das Lesen erlernt haben. Das Gehirn ist also plastisch genug, dass auch das Lesen lernen im Erwachsenenalter noch zu ähnlichen Ergebnissen führt wie in der gewöhnlichen Schulzeit.

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Trauerarbeit am heimischen PC Totengedenken ändert sich - Rostocker Theologie sieht Gräber schwinden



Die Trauerkultur und damit auch die Friedhöfe sind einem starken gesellschaftlichen Wandel unterworfen, stellt der Rostocker Theologie-Professor Thomas Klie fest.
Immer mehr Grabstellen auf Deutschlands Friedhöfen bleiben unbelegt. Er vermutet, dass das Einzelgrab einer Erdbestattung mit einem individuell gestalteten Grabstein und Bepflanzung bald der Vergangenheit angehören wird. Er sieht den Friedhof der Zukunft nur noch als grüne Wiese, als ein Ort, der kaum mehr eine individuelle Gestaltung erkennen lässt. Die Vorzeichen dieser Entwicklung erkennt der Theologe beispielsweise in Urnengemeinschaftsanlagen, die immer mehr Flächen beanspruchen, aber irgendwann auch die Urnen-Reihengräber ablösen .Dieser Trend verändere auch das Verhalten zum Tod. Trauer verlagere sich auf das trauernde Subjekt, das aber keinen äußeren Kontaktpunkt mehr kenne. Die Kirche müsse bei zunehmender Anonymisierung der Bestattungskultur gegensteuern.
Klie will herauszufinden, unter welchen Bedingungen Kolumbarien (Begräbnisstätten) in nicht mehr rein gottesdienstlich genutzten Kirchen eingerichtet werden können. Ein Beispiel sei die Grabeskirche St. Josef in Aachen. Er könne sich vorstellen, dass auch die Rostocker Uni-Kirche in einem Teilbereich ebenfalls als Grabeskirche dienen könne. Die heute 30-Jährigen werden sich zu einem hohen Prozentsatz für die anonyme Form der Urnenbeisetzung entscheiden, sagt Klie voraus. Medieninformatiker aus Bremen bieten seit Januar 2009 nach US-amerikanischem Vorbild einen Cyber-Friedhof im Internet an. Hier können Hinterbliebene virtuelle Grabstätten erstehen lassen, die die lokal gebundenen, pflegebedürftigen Familiengräber aus Stein und Blumen ersetzen.
,Unsereliebsten.de‘ gewährt multimediale Trauerarbeit am heimischen PC: mit Kondolenzbuch, Bildern und Filmen – inklusive Live-Chat-Möglichkeit und Branchenbuch. So könne man schöne Erinnerungen, die man mit dem Verstorbenen verbinde, mit anderen teilen.

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Wenn Alltagsgeräte Probleme machen Interaktive Produkte keine Frage des Alters



Ältere Nutzer haben zwar mehr Probleme bei der Bedienung interaktiver Produkte. Diese Schwierigkeiten sind jedoch nicht so gravierend, wie bisher angenommen. Das ist das Ergebnis einer Studie der Hochschule der Medien (HdM), Stuttgart, und der User Interface Design GmbH (UID), Ludwigsburg. Protokolliert wurde wie
ältere und jüngere Nutzer mit drei interaktiven Alltagsgeräten und dem Multitouch-Tisch Surface umgehen. Ursache für die Bedienprobleme sind unterschiedliche Erfahrungen im Umgang mit interaktiven Produkten und altersbedingte Verhaltensänderungen. Trotzdem müssen interaktive Produkte für ältere Nutzer nicht umgestaltet werden. Die Experten haben ermittelt, wie ältere und jüngere Nutzer mit einem DVD-Festplattenrekorder, einer Digitalkamera und dem „iPod Touch“ sowie dem Multitouch-Tisch Surface umgehen. Beim Lösen der Aufgaben zeigten die Jüngeren zwar häufiger ein systematisches Vorgehen, aber Angst vor der Technik hatten die Senioren nicht. Bedienprobleme älterer Nutzer sind nicht auf ein mangelndes Interesse an Technik zurück zu führen. Ältere Menschen haben ein anderes technisches Vorwissen. So hatten die älteren Testteilnehmer Probleme, eine Adresse in den „iPod Touch" einzutragen. Sie verstanden den Begriff „Kontakte“ nicht, der beim „iPod Touch“ für das Adressbuch verwendet wird. Die jüngeren Testteilnehmer kannten den Begriff hingegen aus dem Internet und von E-Mails.
Intelligente Lösungen für möglichst viele Altersstufen statt spezieller Seniorenprodukte – das empfiehlt die Studie den Herstellern interaktiver Produkte. Dabei sollten die Geräte den Anforderungen älterer Menschen gerecht werden, ohne die Ästhetik zu vernachlässigen.

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Sport steigert Selbstbewusstsein Weniger Aggressivität bei Jugendlichen



Sportliches Training führt zu einer Abnahme von Gewaltbereitschaft, stärkt das das Selbstbewusstsein und verbessert die Stimmung. Zwei Jungengruppen von Regensburger Hauptschulen hatten ein Training in Tischtennis und Karate absolviert. Selbst bei Karate nahm – entgegen landläufiger Meinungen – die Gewaltbereitschaft von Kindern und Jugendlichen ab. Zu diesem Ergebnis kamen zwei Wissenschaftler an der Regensburger Universität, Über psychologische Testverfahren wurden dabei Gewaltbereitschaft, Selbstbewusstsein und emotionale Befindlichkeit bei den Teilnehmern erfasst. Die Erhöhung des Selbstbewusstseins der Probanden und die Verbesserung ihrer emotionalen Befindlichkeit legen darüber hinaus den Schluss nahe, dass sportliches Training – gerade auch im Falle von Karate – eher schüchterne oder schwächere Kinder und Jugendliche fördern und stärken kann.

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Vielseitige Therapie hilft besser bei Doppelschmerz



Chronische Rückenschmerzen sind häufig mit Depressionen verbunden. Das Erstaunliche: diesen Patienten ist mit einer multimodalen Schmerztherapie besser zu helfen als einer Gruppe, die nur über Rückenschmerzen klagt. Das ist das Ergebnis, zu dem eine Forschergruppe um Professor Marcus Schiltenwolf und Dr. Haili Wang von der Orthopädischen Universitätsklinik Heidelberg gekommen sind. Sie haben sechs Monate lang die Therapieergebnisse bei chronischen Rückenschmerzen-Patienten mit und ohne Depression verglichen. Bei chronischen Rückenschmerzen-Patienten mit Depression waren die Schmerzen nach sechs Monaten um 49 Prozent zurückgegangen, bei denen ohne Depression waren es nur 15 Prozent. Auch die Rückenfunktion hatte sich bei den depressiven Patienten stärker verbessert (35 Prozent) als bei nicht-depressiven (25 Prozent). Bei beiden Gruppen hatte sich das gesamtbefinden gleichermaßen gebessert.




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Schule und Wirtschaft müssen sich stärker um Ausländerkinder kümmern



Wie erfolgreich junge Menschen bei der Suche nach einem Ausbildungsplatz sind, hängt stark von Schulabschluss ab. Welche schulische Qualifikation Jugendliche bei Abgang von der allgemeinbildenden Schule erreicht haben, hängt wiederum erheblich von der sozialen Herkunft - also von der Bildung und dem beruflichen Status der Eltern ab. Allgemeine Erkenntnisse: Jugendliche erreichen überproportional oft die Hochschulreife, wenn ihre Eltern über eine hohe Bildung verfügen und der Vater einen hohen beruflichen Status besitzt. Umgekehrt verlassen Kinder aus bildungsferneren, sozial schwächeren Familien die allgemeinbildende Schule besonders häufig ohne oder mit Hauptschulabschluss. Das ist die Bilanz einer wissenschaftlichen Untersuchung.
Ob und wie rasch Jugendliche eine Lehrstelle finden, hängt stark von ihrer schulischen Qualifikation ab: Die Erfolgsaussichten sind eher gering, wenn kein oder nur ein Hauptschulabschluss vorliegt. Dagegen sind die Aussichten besonders günstig bei einem mittleren Schulabschluss und guten Noten. Jugendliche mit Migrationshintergrund verlassen die allgemeinbildende Schule häufiger mit niedrigeren Schulabschlüssen und schlechteren Schulnoten als ihre deutschen Klassenkameraden.
Aussichten auf eine Lehrstelle sind verglichen mit Jugendlichen ohne Migrationshintergrund auch dann wesentlich geringer, wenn sie über die gleichen schulischen Abschlüsse und die gleichen sozioökonomischen Voraussetzungen verfügen. Es kommen weitere Benachteiligungen hinzu, die in direktem Zusammenhang mit dem Migrationshintergrund stehen. Angesichts des drohenden Fachkräftemangels werden die Betriebe prüfen müssen, ob sie die Auswahlkriterien bei der Besetzung ihrer Lehrstellen unverändert beibehalten. Die Wirtschaft wird aufgrund der demografischen Entwicklung künftig auf das gesamte vorhandene Arbeitskräftepotenzial angewiesen sein. Daher liegt es auch im Interesse der Betriebe, allen jungen Menschen – unabhängig von ihrer Herkunft und Leistungsstärke – eine berufliche Qualifizierung zu ermöglichen. Die Potenziale dazu sind vorhanden, sie müssen aber besser ausgeschöpft werden.









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Vom kiloschweren Telefon zum 60-Gramm-Handy



Schau nach hundert Jahren Postgeschichte
Es ist ein Kommunikationsmittel, aber auch ein Modeobjekt; es bringt Menschen aus der Ferne zusammen und es verändert die Art des Informationsaustausches - das Telefon. Die Universität Konstanz zeigt in der Ausstellung „Fernbeziehung. Vom Nutzen und Nachteil des Telefons für das Leben“ das Telefon als Kulturtechnik und führt durch die hundertjährige Geschichte der analogen Telefonie.
Das Herzstück bilden Exponate einer fernmeldehistorischen Sammlung. Zeitgemäße Medientechnik wird an einem Multitouch-Tisch entwickelt, einem iPhone von Küchentischgröße. Daneben wird aber auch die gute alte Post lebendig – vom Klappenschrank der Handvermittlung im Fernmeldepostamt bis zu den Postler-Uniformen. Initiator der Schau ist Kunst- und Medienprofessor Dr. Albert Kümmel-Schnur.
Das Konzept der Ausstellung wurde vom Studiengang Literatur-Kunst-Medien und der Arbeitsgruppe Mensch-Computer-Interaktion der Universität Konstanz unter Leitung von Prof. Dr. Harald Reiterer entwickelt. „Fernbeziehung“ gliedert sich in drei thematische Abschnitte: Der Mensch und sein mitunter skurriles Verhalten zum Telefon, das Telefon als Designobjekt von den ersten zwei Kilo schweren Geräten über die typischen grünen und roten Modelle der 80er-Jahre bis in die Anfänge der kabellosen Telefonie. Dazu gehören auch die Telefondienste, wie Wetteransage. Den zweiten Komplex stellt die Technik, von Relaissysteme, Schaltungen, Kabel.
Die Sparkasse Bodensee präsentiert die Ausstellung „Fernbeziehung“ bis zum 27. Februar 2012.


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Rechner kombiniert Infos selbsttätig Neue Zusammenhänge entstehen automatisch



Auf einer internationalen Konferenz über das Semantische Web hat ein Team des Hasso-Plattner-Instituts von Prof. Felix Naumann den "Billion Triples"-Wettbewerb gewonnen. Es hatte nach dem Urteil der ISWC-Jury die beste Lösung für den Umgang mit riesigen Mengen automatisch zusammengesuchter semantischer Daten vorgelegt. Das Semantische Web erweitert das World Wide Web mit dem Ziel, nicht nur bestimmte Begriffe und Zeichenfolgen, sondern auch die Bedeutung von Informationen für Computer verwertbar zu machen. Informationen über Orte, Personen und Dinge können dann durch Rechner miteinander in Beziehung gesetzt werden. Bei solchen Verknüpfungen werden neue Zusammenhänge entdeckt. Das Potsdamer HPI-Team machte den Vorschlag, die formale Beschreibung von Informationen über Objekte im WWW, so genannte "Ressourcen", automatisch vorzunehmen. Das Hasso-Plattner-Institut für Softwaresystemtechnik GmbH (HPI) in Potsdam ist Deutschlands universitäres Exzellenz-Zentrum für IT-Systems Engineering. Als einziges Universitäts-Institut in Deutschland bietet es den Bachelor- und Master-Studiengang "IT-Systems Engineering" an - eine praxisnahe und ingenieurwissenschaftlich orientierte Alternative zum herkömmlichen Informatik-Studium.

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Intelligente Textilien sparen Strom



Moderne Gebäude mit großen Glasflächen erhitzen sich im Sommer extrem. Wärmeschutzbeschichtetes Glas kann abhelfen, verlangt jedoch im Winter nach zusätzlicher Aufheizung der Räume – ein Dilemma, das durch intelligente Sonnenschutztextilien gelöst werden kann.
Die innovativen Sonnenschutztextilien (Markisen, Rollos etc.) lassen im Sommer das sichtbare Licht durch und reflektieren die Infrarot-Strahlung (Wärmestrahlung). Im Winter hingegen werden das sichtbare Licht sowie die IR-Strahlung durchgelassen.
Die intelligenten textilen Materialien haben Forscher der Hohenstein Institute in Bönnigheim und des ITCF Denkendorf entwickelt. Diese „denkende“ Textilie spart im Sommer Strom für die Klimaanlage.





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Schulen in schwieriger Lage leisten gute Arbeit trotz schlechtem Ruf



Sie haben ihren Stempel weg: Schulen in sozialen Brennpunkten gelten als Verliererschulen; die „Karrieren“ der Schüler sind vorgezeichnet. Die Lehrer reiben sich zwischen all den Problemen auf. Doch es gibt immer wieder Einrichtungen, die allen schlechten Voraussetzungen zum Trotz erfolgreich arbeiten. Was man von ihnen lernen kann, ist Gegenstand eines neuen Projektes an der Uni Duisburg-Essen (UDE). „Strategien der Qualitätsentwicklung von Schulen in schwieriger Lage“ lautet der Titel. Für ihr Vorhaben vergleichen die Wissenschaftler Schulen der Sekundarstufe I, die trotz eines problematischen Milieus überdurchschnittlich viele Jugendliche zum Abschluss und in einen Ausbildungsplatz bringen. Diese erfolgreichen Schulen weisen gewisse Gemeinsamkeiten auf, wie etwa die Lage in einem Problembezirk, oder größeren Anteil von Schülern mit mangelnden Deutschkenntnissen. Der außergewöhnliche Erfolg ist auf kluge Strukturen, engagierte Leitung, einfallsreichen Unterricht und die Zusammenarbeit und Vernetzung im Umfeld zurück zu führen. Entscheidend ist, dass Eltern mitarbeiten oder Vereine in den Bildungsprozess integriert sind. Aber auch die Zusammenarbeit des Kollegiums spielt eine erhebliche Rolle.Das Projekt gibt schwachen Schulen Strategien an die Hand geben, ihr Lernangebot zu verbessern.

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Banken suchen neue Wege Kunden Wünsche von den Augen ablesen



Das Innovationsforum »Bank & Zukunft« des Fraunhofer IAO in Stuttgart untersucht Trends und Erfolgsfaktoren von Banken aus Kundenperspektive. Basis dafür sind Studien über Kundenbedürfnisse sowie Entwicklungen im Bankenmarkt.
Ziel ist, die Kunden in die Wertschöpfungsstrukturen, spricht Anpassung an die Wünsche, zu integrieren. Projektpartner aus dem Banken- und IT-Dienstleistungssektor erarbeiten zukunftsweisende Konzepte und Methoden. Schwerpunkt der Untersuchung sind Kundenbedarfsprofile, Umsetzungen von kundenzentrierten Lösungen sowie der zukünftige Marktauftritt der Banken. Mit der Erweiterung der Umfrage auf Europa bietet die Studie auch Einblicke in den übernationalen Bankenmarkt.

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Studium öffnet Fenster zur Praxis Bochumer Wirtschaftspsychologe auf Platz eins



Letztes Jahr hatte er schon Platz drei erobert, diesmal steht er ganz oben auf dem Siegertreppchen: Juniorprofessor Dr. Marc Solga ist Unicum-Professor des Jahres 2010 der Kategorie Geistes-, Gesellschafts- und Kulturwissenschaften. Der Wirtschaftspsychologe hat sich bei seinen Studierenden mit praxisnahen Seminaren, einen Namen gemacht. Sie erwerben ihre Fertigkeiten durch einen Blick in die Lebenswelt der Praktiker, die bei Marc Solga häufig selbst zu Worte kommen.
Lernen durch die Praxis für die Praxis. Die Studenten gestalten unter professioneller Leitung Trainings oder Coachings. Dabei geht es auch um Stil und persönliches Auftreten. Neben Trainings- und Coachingseminaren bietet Solga auch Beratungsprojekte mit Studierenden für externe Kunden an.
Knapp 600 Professorinnen und Professoren wurden von ihren Studierenden und Kollegen beim Wettbewerb „Professor des Jahres“ nominiert, den die Zeitschrift UNICOM ausgeschrieben hatte. Lehre und Forschungstätigkeit der Preisträger zeichnen sich durch besondere Praxisnähe und effektives Job-Training aus. Sie vermitteln die berufstypischen Soft Skills wie Präsentationstechniken, Kommunikationsfähigkeit und Konfliktmanagement. Außerdem verfügen die „Professoren des Jahres 2010“ über ausgeprägte Netzwerke in die Berufswelt und bieten ihren Hochschülern damit ideale Kontaktmöglichkeiten zu potenziellen Arbeitgebern. Auch praxisnahe Abschlussarbeiten und Praktika kommen auf diesem Weg regelmäßig zustande.


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MINT-Studierende üben den Start Hilfestellung vom Fraunhofer Institut



Aller Anfang ist schwer – das gilt besonders für den Studienbeginn in den MINT-Fächern (Mathematik, Informatik, Natur- und Technikwissenschaften). Wie organisiert man das Studium, wann und vor allem wie lernt es sich am besten für Prüfungen? Diese Probleme treffen viele Neulinge auf dem Campus. Im Rahmen des Nachwuchsprogramms „FraunhoferTalents!“ bietet die Fraunhofer-Gesellschaft in Kooperation mit dem an der TU Berlin ansässigen Hochschulkarrierezentrum Femtec Kurse an, um Den Nachwuchs für die angewandte Forschung zu begeistern.
In einem einwöchigen Kurs „Talent Take Off – Durchstarten“ schauen die jungen Wissenschaftlern und Wissenschaftlerinnen den Fachleuten über die Schulter („Shadowing“). Sie können sich außerdem universitätsübergreifend mit MINT-Studierenden aus dem ganzen Bundesgebiet austauschen, um ihre Präsentations- und Arbeitstechniken sowie ihr Zeit- und Selbstmanagement zu verbessern. Die Teilnehmer werden Mitglieder des FraunhoferTalents!-Netzwerks und können persönlich wie virtuell Kontakte zu Fraunhofer-Mitarbeiter/innen und zu anderen MINT-Talenten knüpfen, zum Beispiel über das myTalent-Portal mit verschiedenen Communities, fachbezogenen Chats sowie vielen nützlichen Infos zum Studium und zu aktuellen Forschungen bei Fraunhofer (www.mytalent-portal.de). Teilnehmen können Studierende der MINT-Fächer aller Hochschulen, die bereits ein bis drei Semester absolviert haben.

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Elektronische Cookies nicht immer verdaulich TU Berlin sorgt für Verbraucher sicher online



Das Projekt "Verbraucher sicher online" an der TU Berlin gibt Einblick in die Welt der Cookies. Cookies sind kleine Textdateien, die Webanbieter im Webbrowser des Nutzers speichern und wieder abrufen und benutzen können. Seit Jahren streiten sich Online-Werbeindustrie und Verbraucherschützer, ob diese Cookies nützlich oder aber ein Risiko für den Datenschutz darstellen. Die einen halten sie für unentbehrlich, die anderen weisen auf einen weit verbreiteten Missbrauch hin. Die Technische Universität Berlin versucht, die Zusammenhänge zu erklären. Die Redaktion des Informationsportals "Verbraucher sicher online" (TU Berlin) spürt die Cookies auf und zeigt, wie man sie löschen kann.

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Jeder vierte Deutsche ein Spieler Männer lieben Gesellschaft am PC



Fast ein Viertel der Deutschen über 14 Jahren nutzen Computer- und Videospiele. Unter den 16,8 Millionen Spielern sind vorwiegend Männer mit höherer Bildung. Je älter die Spieler sind, desto seltener spielen sie mit anderen zusammen. Frauen lehnen Gemeinschaftsspiele eher ab, ergab die Hohenheimer Studie „GameStat“, eine Befragung von 4.500 Personen. Davon sind 26 Prozent Erwachsene bis zum Rentenalter. Überraschende Feststellung: nur ein Drittel von ihnen sind isolierte Einzelspieler. Gemeinsames Spielen findet über das Internet oder vor einer Spielkonsole statt. 55 Prozent spielen mit Freunden und Bekannten im häuslichen Wohn- oder Jugendzimmer. Im Fachjargon heißt es, dass das co-located gaming das Online-Gaming schlägt. Am stärksten vertreten ist die Altersgruppe der 14- bis 29-Jährigen. Erwachsene ohne Kinder spielen seltener als Elternpaare.
Von den Personen mit einem niedrigen Bildungsabschluss (unterhalb mittlere Reife) sind nur 19 Prozent Computer- und Videospieler, unter denen mit mittlerer Reife 22 Prozent, unter jenen mit Abitur 29 Prozent. Erst Personen mit Hochschulabschluss spielen wieder deutlich weniger (19 v. H.) 48 Prozent der männlichen, aber nur 25 Prozent der weiblichen Gamer spielen über das Internet.

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Lern-Raum der dritte Pädagoge Fraunhofer Institut entwickelt visionäre Bildungskonzepte





Forschung rund um einen neuen zeitgemäßen Lern-Raum betreibt das Fraunhofer Institut Stuttgart. Unter dem Motto »Lernwelten der Zukunft« entstehen Hardware-Kombinationen, individuelle Medienausstattungen, die den Bildungs-Anforderungen der Zukunft gerecht werden. Die Wissenschaftler berücksichtigen neue Lernmethoden auf der Basis von Social Media- und Web 2.0-Anwendungen und entwickeln neue Methoden zur selbstorganisierten Form des Lernens. Dazu gehören auch E-Learning-Angebote, webbasierter Interaktion und Kommunikation oder moderne, lernfördernde Räume für den Präsenzunterricht . Außerdem geht es darum, einen privaten Lernraum der Zukunft zu entwickeln, der flexibel und studierfreundlich ist und größeren Lernerfolg gewährleistet. Sie sehen den Lernraum als „dritten Pädagoge« an. Das Innovationsprogramm wird von einem Hardware-Hersteller finanziert, um weltweit effektivere Lernergebnisse in den Bereichen Mathematik, Ingenieurwesen, Naturwissenschaften und Technik (kurz MINT genannt) zu erreichen. Dies ist notwendig, da sich MINT-Bildung maßgeblich auf den sozialen Fortschritt und die wirtschaftliche Konkurrenzfähigkeit auswirkt. Außerdem benötigen MINT-Studenten zusätzliche Fähigkeiten, um projektbasierte, interdisziplinäre Aufgaben zu bewältigen, die Innovationen und multikulturelle Zusammenarbeit fördern. Die Hardware-Firma verteilt sechs Millionen US-Dollar an insgesamt 35 Bildungseinrichtungen, unter denen sich auch das Fraunhofer IAO befindet. Siegerkriterien waren die Präsentation von innovativen Lernkonzepten mit internationaler Bedeutung. Ziel ist es, Schülern ein dem 21. Jahrhundert angepasstes Lernen zu ermöglichen. Langfristig sollen mehr und bessere MINT-Lehrer ausgebildet werden, deren Schüler wiederum bessere Noten erreichen als es derzeit der Fall ist. Dieses Projekt dauert zunächst zwei Jahre und baut auf der von US-Präsident Barack Obama ins Leben gerufenen »Educate to Innovate«-Koalition auf, die die Ergebnisse von MINT-Fächern verbessern soll.
Auch Aus- und Weiterbildungseinrichtungen und Trainingszentren von Unternehmen nehmen Abschied vom Kreidezeitalter.

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Hilfe bei Katastrophen schnell an die richtigen Stellen bringen


Programm auch für Straßenfeste geeignet


Immer wieder kommt es bei Überflutungen und Weltbränden darauf an, die Hilfe in Katastrophenfällen schnell und sicher an die richtige Stelle zu bringen. Mit diesem Plan hat sich ein Forscherteam unter der Leitung von Prof. Dirk Helbing (ETH Zürich/TU Dresden) viele Jahre befasst. Es war nicht nur in der Panikforschung aktiv, sondern leistete auch entscheidende Beiträge in der Evakuierungsforschung und der Verkehrstelematik in Katastrophensituationen. Entscheidend dabei ist nicht in erster Linie die Menge von Gütern oder Einsatzkräften, sondern die sorgfältige Verteilung der Ressourcen auf die dringendsten Aufgaben. Einen entscheidenden Einfluss dabei hat das schnelle Auffinden der besten Routen, um die Hilfsgüter möglichst schnell zu den Betroffenen zu bringen oder die Menschen aus der Gefahrensituation zu evakuieren. Im DFG-Forschungsprojekt „Computergestützte Analyse von Kausalnetzwerken und Simulation von Evakuierungsszenarien in Katastrophenfällen am Beispiel des Jahrhunderthochwassers 2002“ ist es gelungen, aus den Analysen solcher Extremsituationen universell anwendbaren Softwarelösungen zu erstellen. Mit einem Computerprogramm wird der normale Verkehrsstrom der Katastrophensituation angepasst. Ein zweites Programm berechnet Evakuierungsströme und weist einen detaillierten Evakuierungsroutenplan aus. Als Basis für die Simulationen kann auf Verkehrsplanungsdaten zurückgegriffen werden, die bei den Gemeinden bereits vorliegen. Die Verkehrsplaner werden damit in die Lage versetzt, verschiedene Szenarien innerhalb kürzester Zeit modellieren zu können. Die neue Software kann allerdings auch für die Planung von Stadtfesten, Sondernutzungen und Baustellen genutzt werden.

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Millionen beraten beim Einkauf Hilfe bei Entscheidungen vor Ort



Für den Verbraucher ist es im Alltag oft schwierig, die von Anbietern genannten wichtigen Qualitätseigenschaften von Produkten richtig einzuschätzen. Hierbei kann es um unmittelbare Produkteigenschaften, zum Beispiel Anwendungs- oder Verwendungseigenschaften, um die Art der Herstellungsprozesse (Ressourcensparend, umwelt- und klimaschonend, oder ethisch verantwortlich wie beispielsweise beim Tierschutz) oder um die Herkunft des Produktes gehen. Der Aussagewert verschiedener Label oder fachlicher Bezeichnungen kann von Verbrauchern nicht immer richtig eingeordnet werden. Im Vorfeld einer Konsumentscheidung kann zwar häufig auf gedrucktes oder online verfügbares Informationsmaterial zurückgegriffen werden, am Ort der Entscheidung oder des Einkaufs selbst sind Verbraucherinnen und Verbraucher dann auf fachkundige Auskunft angewiesen, die nicht immer unmittelbar geleistet werden kann. Auch Versuche Informationen per Handy oder über PC-Lösungen oder mit Scannern zu beschaffen , haben noch nicht zu einer befriedigenden Lösung geführt. Das Bundesministeriums für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz (BMELV) fördert deshalb Innovationen im Bereich anwendungsbezogener Informationssysteme jährlich mit 25 Millionen Euro.

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Ganztagsschule fördert Sozialverhalten


Bessere Noten - besseres Familienklima




Ganztagsschulen wirken sich positiv auf das Sozialverhalten und das Familienklima aus. Auch die Schulnoten verbessern sich bei entsprechender pädagogischer Qualität, fasste Professor Eckhard Klieme vom Deutschen Institut für Internationale Pädagogische Forschung (DIPF) zusammen. Negative Auswirkungen seien nicht gefunden worden. So das Ergebnis seiner Studie. Untersucht wurde der Zeitraum von 2005 bis 2010. Die Daten für die Untersuchung lieferten neben dem DIPF das Institut für Schulentwicklungsforschung der TU Dortmund (IFS), das Deutsche Jugendinstitut (DJI) und die Justus-Liebig-Universität Gießen (JLU Gießen).
In der Studie stehen nicht Leistungsvergleiche und Rankings, sondern individuelle Entwicklungsverläufe und institutionelle Veränderungen über vier Jahre im Vordergrund, insgesamt wurden mehr als 300 Ganztagsschulen in 14 Bundesländern untersucht. Die Wissenschaftler befragten dabei Schulleitungen, Schülerinnen und Schüler sowie Lehrkräfte und Personal, aber auch Eltern und Kooperationspartner der Schulen.
Eltern zeigten sich vor allem mit der Ausstattung und der Organisation der Angebote zufrieden. Die Teilnahme an Fach- und Förderangeboten ist allerdings deutlich niedriger als im Freizeitbereich. An der Grundschule bleiben Kinder mit Migrationshintergrund und aus sozial benachteiligten Familien noch etwas seltener bis in den Nachmittag. An den weiterführenden Schulen zeigt sich dann eine ausgewogene Beteiligung aller sozialen Schichten. Schulen könnten die Teilnahmequote noch erhöhen, indem sie flexibel auf die Nachfrage nach Ganztagsplätzen reagieren.
Auch das Familienklima profitiert von der Ganztagsschule, weil Eltern sich dadurch unterstützt und entlastet fühlen. Die positiven Wirkungen von Ganztagsschule auf das Sozialverhalten der Schülerinnen und Schüler belegt die Studie als durchgängig und nachhaltig. Problematisches Verhalten wird gemindert. Die Schülerinnen und Schüler stören seltener den Unterricht und zeigen weniger Gewaltbereitschaft. Werden ihnen in den Angeboten Mitentscheidungs- und Handlungsspielräume eingeräumt, so übernehmen sie auch soziale Verantwortung.

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Schüler-Chip reguliert Busfahrt


Junge Erfinder entwerfen die Elektronik-Chips der Zukunft


Einen Chip, der eine Motorsteuerung übernehmen kann, entwickelte ein 17-jähriger Schüler vom Elsa-Brandström-Gymnasium in Oberhausen. Damit holte er den ersten Platz im bundesweiten Wettbewerb „Invent a chip“, der bereits zum neunten Mal vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) und dem Verband der Elektrotechnik ausgeschrieben war. Insgesamt beteiligten sich 2.138 Mädchen und Jungen der Jahrgangstufen 9-13 mit über 300 Projektideen. Zwölf ausgewählte Schülerteams gingen am Schluss ins Rennen und entwickelten einen Mikrochip.
Die Zweitplatzierten, Schüler vom Berufskolleg Georg-Simon-Ohm, entwickelten einen Chip, der der mit entsprechenden Sensoren ausgestattet den Ackerboden überwacht, um dann automatisch das Land zu düngen oder zu bewässern. Mit praktischem Nutzen punktet auch der Mikrochip des Drittplazierten 18-jährigen Schülers vom Leibniz Gymnasium in Dormagen, ein Eiskratzerchip. Er ermittelt mithilfe eines Reflektions- und eines Temperatursensors, ob die Scheiben eines geparkten Autos vereist sind und wie lange es dauert, sie davon zu befreien. Dieses Ergebnis kann per Funk an den Auto-Schlüssel übertragen werden. Den Sonderpreis für das Projekt mit dem größten Nutzen für die Industrie erhielt ein 19-Jähriger vom Carl-Fuhlrott-Gymnasium in Wuppertal für seinen Komfortassistenten für Stadtbusse. Er soll die Busfahrt für die Fahrgäste komfortabler gestalten und gleichzeitig die Busfahrt sicherer und umweltschonender machen. Starke Beschleunigungs- und Bremsmanöver gehören mit diesem Chip der Vergangenheit an.

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Geringer Eigenschutz der Haut vor UV



Wer regelmäßig im Freien arbeitet, ist in überdurchschnittlichem Maß UV-Strahlung ausgesetzt und trägt damit ein erhöhtes Hautkrebsrisiko. Der Eigenschutz der Haut gegen UV-Strahlung ist geringer als allgemein angenommen wird, ergab eine Untersuchung der Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin (BAuA). Zunächst wurde der Eigenschutz der Haut bei Beschäftigten mit ständiger Tätigkeit im Freien bei den Hauttypen I bis III, zu denen mehr als 90 Prozent der Beschäftigten zählen, untersucht. Sie entwickelten keinen so hohen Hauteigenschutz, dass dieser einen Sonnenbrand verhinderte. Sogenannte Lichtschwielen bilden sich erst nach einem Sonnenbrand. Weiter ist zu berücksichtigen, dass die Haut auch durch regelmäßigen Aufenthalt im Freien nur geringfügig „abgehärtet“ wird.
Die Erkenntnisse verpflichten Arbeitgeber, Schutzmaßnahmen für seine Beschäftigten zu ergreifen. Die Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin (BAuA) forscht und entwickelt im Themenfeld „Sicherheit und Gesundheit bei der Arbeit“. Rund 660 Beschäftigte arbeiten am Hauptsitz in Dortmund und den Standorten Berlin, Dresden sowie in der Außenstelle Chemnitz.

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Computer fördert persönliche Entwicklung


Problem: Jugend und Internet - Industrie stellt Anforderungen


Die Jugend nutze zwar die Social Media Plattformen wie Blogs, Foren oder Internet. Es fehle ihr aber an Medienkompetenz , so Professorin Heide Schelhove vom Technologie-Zentrum Informatik und Informationstechnik der Universität Bremen. Es reiche eben nicht, den PC bedienen und im Internet surfen zu können, sondern es gehe darum, Informationen zu suchen und sie zu bewerten. Es gehe um ein vernetztes Arbeiten. Die Industrie erwarte ein Know-how in der ganzen Breite. Aber auch für die persönliche Entwicklung des jungen Menschen sei es entscheidend, dass er mehr als nur Bedienungskompetenz besitze. Medienkompetenz müsse stärker in der schulischen Bildung und in den Ausbildungsordnungen verankert werden. Der Vorgang der Textbewertung könne bereits in der Sekundarstufe II geübt werden.

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Ältere Arbeitnehmer gleichen fehlende Flexibilität durch Routine aus


Stress bei Multitasking und Arbeitsunterbrechungen


Häufige Arbeitsunterbrechungen und zu oft wechselnde Arbeitsaufgaben gehören zu den Merkmalen der modernen Arbeitswelt. Moderne Technik macht es möglich, mehrere Aufgaben parallel auszuführen. Doch Befragungen zeigen, dass sich viele Beschäftigte durch Unterbrechungen oder Multitasking belastet fühlen. Besonders häufig wurden Arbeitsunterbrechungen in Krankenhäusern festgestellt. In einer Befragung von Pflegekräften gaben zum Beispiel fast 90 v. H. an, häufig oder sehr häufig Arbeitsunterbrechungen ausgesetzt zu sein. In belgischen und französischen Studien wurden 120 - 323 separate Tätigkeiten pro Arbeitstag bei Krankenschwestern beobachtet. In einer zweimonatigen Beobachtungsstudie eines Operationsteams einer Urologischen Abteilung fanden durchschnittlich 0.45 Ereignisse pro Minute statt .
Viele Chefs freuen sich über Mitarbeiter, die die Fähigkeit haben, mehrere Aufgaben parallel zu bearbeiten oder die trotz häufiger Unterbrechungen effizient arbeiten. Doch häufige Unterbrechungen können den Menschen überfordern ebenso wie Multitasking. Sie können einen Lerneffekt haben, aber auch Stress auslösen. Dazu kommt, dass im Laufe des Lebens die Verarbeitungsgeschwindigkeit, die Arbeitsgedächtnisleistung und die Fähigkeit zum schnellen Aufgabenwechsel abnimmt. Diese Defizite lassen sich jedoch durch Erfahrung und einfache Hilfsmittel ausgleichen. Zwar sind Ältere unter Zeitdruck und bei Aufgaben, die vor allem einfache kognitive Fähigkeiten voraussetzen, im Nachteil Bei komplexen Tätigkeiten, die eher wissensbasiert sind und bei denen Erfahrung eine Rolle spielt, schneiden Ältere wiederum besser ab als Jüngere. Auch wenn es im Alter keine generellen arbeitsbezogenen Leistungseinbußen gibt und das Alter sogar mit einer
individuellen Produktivitätssteigerung zusammenhängt, kommt einer differenziellen alter(n)sgerechten Arbeitsgestaltung ein herausragender Stellenwert zu.

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Bildung kann Kriminalität reduzieren Stadtstaaten profitieren am meisten



Unzureichende Bildung ist eine der Ursachen für Straffälligkeit und Kriminalität. Natürlich spielen auch andere Faktoren wie beispielsweise Vorstrafen der Eltern eine Rolle für kriminelles Verhalten, zeigt eine Studie der Bertelsmann-Stiftung. Die beiden Autoren Horst Entorf und Philip Sieger (Universität Frankfurt/Main) folgern, die Gewalt- und Eigentumsdelikten würden deutlich sinken, wenn die Zahl der vorzeitigen Schulabgänger halbiert werden könnte. Der Gesellschaft blieben enorme Folgekosten durch Kriminalität erspart, 1,42 Milliarden Euro pro Jahr. Von verbesserten Bildungschancen würden die drei Stadtstaaten Bremen, Hamburg und Berlin am stärksten profitieren. Sie haben die höchsten Kosten für Kriminalität pro Einwohner. Unser Bildungssystem lässt viel zu viele Schüler scheitern, beklagt sich Dr. Jörg Dräger, Vorstandsmitglied der Bertelsmann Stiftung. Aufgabe der Bildungspolitik müsse es sein, allen Jugendlichen die Möglichkeit zu einem erfolgreichen Berufsleben zu eröffnen.
Jahr für Jahr verlassen Zehntausende Jugendliche die Schule ohne Abschluss – im Sommer 2009 waren es mehr als 58.000 junge Menschen. Ein Viertel von ihnen kommt aus Hauptschulen, mehr als die Hälfte stammt aus Förderschulen. Vor allem Schulen in sozialen Brennpunkten benötigten Unterstützung durch Sonderprogramme und die besten Lehrer. Dräger sieht dabei nach dem Schulabschluss die Berufsausbildung als weiteren entscheidenden Schritt zu fairen Bildungschancen an.

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Krankheiten leichter diagnostizieren Zusammenhänge auch mit Diabetes und Parkinson



Krankheiten wie Parkinson und Diabetes künftig leichter zu diagnostizieren und zu therapieren – diesem Ziel sind Forscher des Helmholtz Zentrums München und der Technischen Universität München einen Schritt näher gekommen. Sie haben einen Gendefekt identifiziert, der die Atmungskette behindert und eine Stoffwechselstörung auslöst.
Die neue Methode markiert eine drastische Verbesserung der molekularen Diagnose und bietet möglicherweise gezielte Therapieansätze. Das Gen ACAD9 kann, wenn es Mutationen enthält, eine Veränderung in energetisch aufwändigen Organen wie Gehirn, Herz oder Auge auslösen. Solche Fehlfunktionen werden bei der Entstehung der Parkinson-Erkrankung und des Diabetes beobachtet.

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Uni schult Manager für das Kreative Bad Homburg: Start für neuen Studiengang



Die Kreativwirtschaft ist heute nicht nur eine der spannendsten, sondern gleichzeitig auch eine der vielfältigsten Wirtschaftsbranchen. In ihr finden nicht nur die Medienwirtschaft und der Werbemarkt eine Heimat, sondern auch zum Beispiel die Hersteller von Computerspielen, Film- und Musikproduzenten sowie Designer und Agenturen. Allein in Deutschland erwirtschaften aktuell mehr als 1 Million Erwerbstätige einen Umsatz von 131 Milliarden Euro innerhalb der Kreativwirtschaft - und das mit steigender Tendenz und steigenden Anforderungen an den Führungskräftenachwuchs. Dabei werden die Pfade der traditionellen Verwertungskette immer mehr verlassen. So folgt zum Beispiel die Filmwirtschaft schon lange nicht mehr ausschließlich der traditionellen Verwertungskette aus Filmproduktion, Filmverleih, DVD-Verkauf und Fernsehauswertung. Neue Geschäftsfelder, wie Soundtracks, Bücher oder Computerspiele, sind erschlossen.
Mit dem in Deutschland einzigen Studiengang „Media and Creative Industries Management“ eröffnen sich für Absolventen der accadis Hochschule Bad Homburg exzellente Möglichkeiten, Fach- und Führungskompetenz: der Medien- und Kreativwirtschaft . zu entwickeln. Durch integrierte Praxisprojekte vermittelt das neue Studienangebot der accadis Hochschule Bad Homburg Schlüsselqualifikationen für die Medien- und Kreativwirtschaft.
Auf der Basis von volks- und betriebswirtschaftliche Grundlagen wie Management, Mikroökonomie, Rechnungswesen, Marketing oder Finanzierung behandelt der Studiengang spezifische Vertiefungsthemen wie zum Beispiel Medienwissenschaften, Medienmanagement, Werbewirtschaft, Film- und Fernsehwirtschaft oder Musikwirtschaft. Zwei Fremdsprachen (Englisch und Französisch, Spanisch oder Chinesisch) sowie ein integriertes Auslandssemester an einer Partneruniversität runden das Studienangebot ab. Der neue Studiengang startet am 1. Oktober 2011. Interessenten wenden sich an die Studienberatung, Rufnummer 06172- 98 42 35 oder bewerben sich unter www.accadis.com.

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Pflegestützpunkte zeigen Alternativen zu Heimunterbringung auf



Pflegestützpunkte beraten professionell bei einem Pflegefall den Betroffenen wie ihren Angehörigen und können Alternativen zu einer stationären Unterbringung aufzeigen. So kann eine Heimunterbringung hinausgezögert oder verhindert werden. Das ist das Ergebnis einer Fachexpertise, die das Kuratorium Deutsche Altershilfe (KDA) veröffentlicht hat. usätzlich helfen die Stützpunkte kostenfrei bei der Antragstellung und unterstützen Menschen, Leistungen in Anspruch zu nehmen. Die Einrichtung der Stützpunkte hatten die Landesbehörden 2008 in 14 Bundesländern entschieden. Ende August gab es in Deutschland 312 Pflegestützpunkte. In den vom KDA untersuchten Stellen wurden durchschnittlich neun Personen pro Tag beraten. Über 50 Prozent der Hilfesuchenden hatten noch keine Pflegestufe. Da die Stützpunkte mit anderen Leistungserbringern, Beratungsstellen, dem bürgerschaftlichen Engagement, der Selbsthilfe und den Genehmigungsstellen vernetzt sind, erfahren die Bürger von allen für sie relevanten Angeboten.

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Gen beeinflusst Spendenfreudigkeit


Wichtige Rolle Dopamin - Bonner Forscher finden „Altruismus-Gen“


Ursache für eine großzügige Spendenbereitschaft bei gewissen Menschen soll ein bestimmtes Gen sein, das Altruismus-Gen, fanden Bonner Psychologen um Professor Dr. Martin Reuter heraus. Der Grund ist eine winzige Änderung in einer bestimmten Erbanlage. Personen mit dieser Änderung geben im Schnitt doppelt soviel Geld für einen wohltätigen Zweck wie andere Menschen. Ein Versuch mit Studenten führte sie auf diese Spur. Die Studenten erhielten für die Teilnahme an einem Merkfähigkeitstest fünf Euro. Sie konnten das Geld mit nach Hause nehmen oder einen beliebigen Teil davon für einen wohltätigen Zweck spenden.
Zuvor hatten die Wissenschaftler ihre Probanden zu einem Wangenabstrich gebeten. Aus den dabei entnommenen Zellen konnten sie DNA für genetische Analysen gewinnen. Sie konzentrierten sich dabei auf eine Erbanlage, das so genannte COMT-Gen. Es enthält die Bauanleitung für ein Enzym, das bestimmte Botenstoffe im Gehirn inaktiviert, darunter auch das Dopamin. Dopamin steuert bei Tieren und Menschen das Sozialverhalten. So beeinflusst der Botenstoff zusammen mit Neuropeptid Vasopressin Sexualität und Bindungsbereitschaft. Dopamin hängt zudem mit positiver Emotionalität zusammen.
Es gibt zwei COMT-Gene: COMT-Val und COMT-Met. Die beiden Versionen, die in der Bevölkerung etwa gleich häufig vorkommen, unterscheiden sich nur in einem einzigen Baustein. Bei Menschen mit der COMT-Val-Variante arbeitet das zugehörige Enzym bis zu viermal effektiver. Es wird also drastisch mehr Dopamin im Gehirn der Betroffenen inaktiviert. Studenten mit dem COMT-Val-Gen spendeten im Schnitt doppelt so viel Geld wie Kommilitonen mit der COMT-Met-Variante.

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Experten fordern Führerschein für Internet


Verständnis schaffen für Digitalisierung – Beispiel neuer Personalausweis


Einen Internet-Führerscheins sowie einen Leitfaden mit einfachen und anschaulichen Regeln für die Internetnutzung fordert Prof. Arnold Picot, Vorstandsvorsitzender des Münchner Kreis in einer Zukunftsstudie. Bürger müssten lernen, mit den digitalen Medien im offenen Internet sicher und selbstverständlich umzugehen. Der Staat müsse verstärkt über Gefahren, Rechte und Pflichten im Umgang mit den persönlichen Daten informieren. Die Digitalisierung solle den Teilnehmer in der Informationssuche und Ergebnisbeurteilung sicher machen. Über 80 Prozent der Experten schätzen diese Fähigkeiten als besonders wichtig ein. Dazu sind Maßnahmen im Bildungswesen notwendig – sowohl im schulischen Umfeld als auch in Weiterbildungseinrichtungen. Ein Beispiel für den verantwortungsvollen Einsatz neuer Technologien sei der neue Personalausweis. Hierfür sei eine breite Akzeptanz in der Bevölkerung durch Information und Aufklärung zu schaffen. Firmen sollten die Digitalisierung nicht nur bei der Prozessoptimierung noch intensiver nutzen, sondern auch, um Partner bei der Entwicklung besser einzubinden und mit offenen Innovationsmodellen Entwicklungszyklen zu verkürzen. Dazu müssten Unternehmen ihre Mitarbeiter in der Nutzung der digitalen Medien noch intensiver schulen.
In den Bereichen Sicherheitstechnologie und Embedded Systems entspricht die deutsche Wirtschaft den Anforderungen an Systemintegration und Standardisierung. Es fehle allerdings an so genannten hybriden Innovationen, die neue Ideen in Produkten und Dienstleistungen mit neuen Markt- und Geschäftsstrategien kombinieren und vorantreiben.

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Datumsangabe verhindert spontane (Falsch-)Entscheidung … bei Geldanlage –


Spatz in der Hand lockt mehr


Eine klare Zeitangabe mit Datum würde dem Menschen helfen, die richtige Entscheidung für sein Handeln zu treffen. die teilweise weitreichende finanzielle Konsequenzen habe. Die Mischung von emotionalen wie rationalen Faktoren führe bei ökonomischen Abwägungen, häufig zu Problemen, weil dabei kurz- und langfristige Vorteile gegeneinander aufgerechnet werden müssen. erklärte Dr. Maja Dshemuchadse, Institut für Allgemeine Psychologie der TU Dresden. Gemeinsam mit Dr. Stefan Scherbaum erforscht sie kognitive Prozesse beim Finden einer Entscheidung. Der zeitliche Faktor mache oft einen Strich durch die Vorteil-Nachteil-Rechnung, weil das Gehirn für solche Entscheidungen nicht angelegt sei. Dabei entscheidet sich die Mehrheit häufig eher für den Spatz in der Hand als die Taube auf dem Dach. Die Art und Weise, wie unser Gehirn Entscheidungen trifft, wurde von Neuropsychologen lange als ein summiertes Nacheinander von statischen Einzelabwägungen aufgefasst. Stefan Scherbaum bevorzugt für die Prozesse eine dynamische Sichtweise. Er erklärt die Entscheidungsfindung als ein Modell, das sich durch neue Argumente ständig verändert. Geduldiges Abwarten auf eine Belohnung wird bei Angabe eines genauen Datums eher erzielt als bei einer Zeitangabe - wie in zwei Jahren. Die Erklärung der Wissenschaftler: weil die Verarbeitung einer Datumsangabe komplexere Denkprozesse erfordert, werden spontane, emotionale Impulse, die zur Falscheinschätzung führen, ausgebootet. So könnten Versicherungen daraus Nutzen ziehen, wenn sie ihren Kunden genaue Auszahlungsdaten statt Laufzeitangaben nennen würden.




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Chemiedidaktik: Lehrkräfte auf europäischer Ebene gemeinsam aus- und fortbilden



Gemeinsam mit internationalen Partnern wollen Wissenschaftler der Universität Bremen die Aus- und Fortbildung von Lehrerinnen und Lehrern in den Naturwissenschaften auf europäischer Ebene verbessern. Dadurch sollen Defizite in der Motivation abgebaut, aber auch der Lernerfolg von Schülerinnen und Schülern aufgebaut werden. Koordiniert wird das Projekt von der Freien Universität Berlin. Beteiligt sind insgesamt 22 Projektpartner aus 19 europäischen Ländern und Israel, die zusammen eine Förderung von ca. 3,5 Millionen Euro für die Zeit von 2010 bis 2014 erhalten. In einem zweiten Projekt ist die Kooperation von EU-Ländern mit weniger entwickelten Staaten aus Mittel- und Osteuropa vorgesehen. Ziel ist die Förderung und Stärkung eines problemorientierten und experimentellen Unterrichts in Chemie und den Naturwissenschaften. Lehrkräfte lernen, wie man mit Schülerinnen und Schülern auch mit einfachen Mitteln experimentieren kann. Koordiniert wird das Projekt von der Ilia State University in Tiflis (Georgien) und der Universität Bremen. Beteiligt sind zudem Hochschulen aus Berlin, Irland, Bulgarien, Moldawien und Israel.



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Angst vor Karriere-Aus


Psychische Erkrankungen bei Spitzensportlern im Blickpunkt


Auch wenn in Deutschland die Versorgung von Menschen mit psychischen Erkrankungen sich in den letzten Jahren verbessert hat, den Spitzensport hat diese Entwicklung bislang noch nicht erreicht. Darauf macht die Deutsche Gesellschaft für Psychiatrie, Psychotherapie und Nervenheilkunde (DGPPN) in Berlin aufmerksam. „Psychische Erkrankungen im Sport sind häufig ein Tabuthema. Publikum, Trainer und Verbände fordern von Leistungs- und Spitzensportlern ständige Höchstleistung, bei Misserfolgen droht oft das Karriere-Aus“, so DGPPN-Präsident Professor Frank Schneider, Aachen. Betroffene Sportler scheuten sich daher oft therapeutische Hilfe zu suchen. Hinzu komme, dass die in Vereinen angebotene sportpsychologische Unterstützung nahezu ausschließlich der Leistungsoptimierung dient. Es fehle an professionellen psychiatrisch-psychotherapeutischen Angeboten, die von Sportlern ohne großen Aufwand wahrgenommen werden können. Die DGPPN hat ein neues Fachreferat „Sportpsychiatrie“ gegründet, das mit Trainern und Vereinen gemeinsame Lösungen erarbeiten soll.

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Second Life macht’s möglich In mehreren Personen leben



Die Auswirkungen der virtuellen 3D-Online-Umgebungen wie „Second Life" oder „World of Warcraft" im Hinblick auf Religion(en) und Rituale untersuchten Religionswissenschaftler der Jacobs University und der Universität Bremen gemeinsam. Bisherige Untersuchungen zeigten, dass virtuelle Welten, wie „Second Life“ oder „The Palace“ nicht nur virtuelle Spielplätze sind, sondern wirtschaftliche, soziale und religiöse Lebensoptionen aufzeigen und so das Verhalten der Spieler im realen Leben beeinflussen. Der Computer ermöglicht dem User in einer virtuellen Welt in drei, vier oder mehr verschiedene Charaktere einzusteigen und sie auszuleben.

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Lebensbedingungen in Erziehungsheimen bis 1975



Unter welchen Bedingungen lebten Kinder und Jugendliche in niedersächsischen Heimen während der ersten Jahrzehnte der Bundesrepublik? Wissenschaftler der Universität Göttingen untersuchen die Verhältnisse der Heimerziehung in Niedersachsen von 1949 bis Mitte der Siebziger Jahre. In Archivstudien und mithilfe von Interviews werden die Heime und die Lebensumstände der Heimkinder näher erforscht. Um herauszufinden, wie die Erziehung in Kinder- und Jugendheimen sowie Waisenhäusern im Detail aussah, hat das Forscherteam zwölf Einrichtungen in den Regionen Göttingen, Braunschweig, Hildesheim und Oldenburg ausgewählt. Für Interviews werden Zeitzeugen gesucht.

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Krankheiten verändern Mienenspiel



Menschen lächeln, wenn sie sich freuen, verziehen das Gesicht, wenn ihnen etwas nicht passt, oder runzeln die Stirn: Das Mienenspiel übernimmt in der Kommunikation eine wichtige Rolle, es drückt Gefühle aus und wirkt auf andere. 60 internationale Mimikforscher unter der Leitung von Prof. Dr. Nicole Krämer untersuchten Auswirkungen von Emotionen – Schuld, Eifersucht, Zuneigung oder unterdrückte Angst auf die Mimik. Wie weit sie vom sozialen Umfeld abhängt, oder wie man Gefühlsregungen bei Kleinkindern erkennt. Krankheiten wie Parkinson oder Persönlichkeitsstörungen wie Borderline verändern das mimische Verhalten.

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Eltern halten Schulen für ungerecht



Eltern schulpflichtiger Kinder stellen den Schulen in Deutschland ein durchwachsenes Zeugnis aus und bemängeln vor allem fehlende Gerechtigkeit. 51 Prozent der Mütter und Väter von Schulkindern halten das deutsche Schulsystem für ungerecht und kritisieren, dass sich ihre Kinder nicht entsprechend ihrer Möglichkeiten entwickeln können. Das ist das Ergebnis einer repräsentativen Umfrage der Bertelsmann Stiftung, die vom Institut Infratest dimap durchgeführt wurde. Besser schnitten die Schulen bei der Frage nach ihrer Leistungsfähigkeit ab: Hier gab es als Note von den Eltern eine schwache zwei.
Bei der Bewertung der Gerechtigkeit spielt der Schultyp eine große Rolle: Nur 39 Prozent der Eltern von Grundschülern halten das Schulsystem für ungerecht, hingegen aber 58 Prozent der Eltern von Real- oder Hauptschülern und immerhin noch 49 Prozent der Mütter und Väter von Gymnasiasten. Auch in der Gesamtbevölkerung schätzen vier von zehn das Schulsystem als ungerecht ein (38 Prozent).Als Hauptgrund für mangelnde Gerechtigkeit geben die Eltern die fehlende individuelle Förderung ihrer Kinder an. Vor allem Väter und Mütter von Grund-, Haupt- und Realschülern kritisieren, dass sich ihre Kinder nicht nach ihren Möglichkeiten entwickeln können und außerschulische Unterstützung benötigen. So helfen über 80 Prozent der Eltern mit einem mittleren oder hohen Bildungsabschluss ihren Kindern bei schulischen Aufgaben, bei den Eltern mit einem niedrigen Bildungsabschluss sind es hingegen nur 57 Prozent.
Ein ähnliches Bild zeigt sich, wenn das Haushaltseinkommen zugrunde gelegt wird: Die Hälfte der Eltern mit einem Haushaltseinkommen von unter 1.500 Euro, die ihr Kind bei schulischen Aufgaben nicht unterstützen, führen dies auf ihre fehlenden Möglichkeiten zurück. Von den Eltern mit hohem Haushaltseinkommen sehen sich hingegen lediglich fünf Prozent nicht in der Lage zu helfen.
Während die Schulen beim Thema Gerechtigkeit in der Gesamtbevölkerung besser abschneiden als bei den Eltern, verhält es sich bei der Leistungsfähigkeit von Schulen umgekehrt: Die Gesamtbevölkerung vergibt hierfür im Schnitt eine befriedigende Note. Beurteilt wurde die Qualität der Schulen insgesamt sowie die Vermittlung von Wissen, selbstständigem Lernen, Entfaltung der Persönlichkeit und sozialem Handeln. Weitere Informationen: http://www.bertelsmann-stiftung.de

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Fitness von Kindern mangelhaft



Fitness, Aktivität und Gesundheit gelten als zentrale Bausteine der kindlichen Persönlichkeitsentwicklung. Mangelnde Fitness, zu wenig Bewegung und Übergewicht werden dabei auch über die Grenzen des Bundesgebietes hinaus als ernstzunehmendes Problem angesehen. In Luxemburg erreichte in Fitness, Aktivität und Gesundheit im Kindes- und Jugendalter keine Schülergruppe das erforderliche Mindestmaß, wöchentlich fünf oder gar sieben Mal 60-minütige Aktivität. Mädchen können bereits ab dem neunten Lebensjahr ihre Ausdauerleistungsfähigkeit kaum noch steigern. Auch wenn die untersuchten luxemburgischen Kinder und Jugendlichen ihre Gesundheit selbst als gut einschätzen, so sind dennoch 20-30 Prozent der Jugendlichen übergewichtig. Um ein Mehr an Bewegung und Sport zu erreichen, brauchen Kinder und Jugendliche ein bewegungsfreundliches Umfeld und vor allen Dingen „bewegte Vorbilder“

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Rote Karte steigert Siegchancen – Allerdings nur bei den Gästen



Eine gelbe oder rote Karte und gar ein Platzverweis können die Siegeschancen eines Teams sogar erhöhen, fanden Tübinger Wirtschaftswissenschaftler
Zehn Spieler schaffen es besser als elf, untersuchten vier Wirtschaftswissenschaftler der Universität Tübingen. Mario Mechtel und Tobias Brändle vom Lehrstuhl für Finanzwissenschaft (Prof. Dr. Laszlo Goerke) haben sich mit Agnes Stribeck und Karin Vetter vom Lehrstuhl für Personal und Organisation (Prof. Dr. Kerstin Pull) zu einem Gemeinschaftsprojekt zusammengetan und den Spielverlauf von 3060 Spielen der Bundesligazeiten 1999/2000 bis 2008/2009 ausgewertet. In dieser Zeit zählten sie insgesamt 672 Platzverweise.
Allerdings – nur eine Gastmannschaft kann von einem Platzverweis (mit roter Karte) oder einer wiederholten gelben Karte – profitieren. Voraussetzung ist aber, dass die Mannschaft nur noch höchstens 20 Minuten in reduzierter Besetzung spielen muss. Sonst hält das bestrafte Gästeteam nicht durch. Etwas anders sieht es für Heimmannschaften aus: Sie können von einer roten Karten nicht profitieren. Eine personelle Schwächung schlägt sich mit großer Wahrscheinlichkeit negativ im Spielergebnis nieder. Die vier Tübinger Wissenschaftler haben sie in ihre statistische Analyse zwei weitere wichtige Faktoren einbezogen: die Stärke der beiden Teams, gemessen an ihren Ergebnissen im Verlauf der jeweiligen Saison, und die Stärke der Teams bei Heimspielen.
Das teilweise überraschende Ergebnis beleuchten die Forscher in ihrer Arbeit im Lichte verschiedener theoretischer Ansätze aus der Ökonomie. Einerseits führt die Hinausstellung eines Spielers zu einer suboptimalen Zusammensetzung der Mannschaft, da die verbleibenden Spieler dessen Rolle übernehmen müssen. Außerdem ruft ein Platzverweis einen Motivationseffekt bei den verbleibenden Spielern hervor. Jeder von ihnen muss nun mehr Verantwortung übernehmen und kann sich weniger gut hinter seinen Mitspielern verstecken. Des Weiteren müssen sowohl die dezimierte als auch die gegnerische Mannschaft ihre Taktik und Spielart an die neue Situation anpassen. Und woher kommt es, dass Gastgeber und Gäste so unterschiedlich auf eine Bestrafung reagieren? Auch dafür haben die Wissenschaftler eine Erklärung. Empirische Analysen zeigen, dass Auswärtsmannschaften im Durchschnitt defensiver auftreten als Heimteams. Dabei wird es in der Regel als leichter eingestuft, kompakt zu verteidigen, als selbst das Spiel zu machen. Die Anpassung an die neue Spielsituation nach dem Platzverweis gelingt daher Auswärtsmannschaften besser als Heimmannschaften. Die Heimmannschaft hat keinen Spielraum mehr, eine Schwächung durch zusätzliche Motivation auszugleichen. Der positive Motivationseffekt macht jedoch auch die geschwächten Gäste nur für eine begrenzte Zeit zu Überfliegern. Die Studie ist abrufbar unter http://ssrn.com/abstract=1571867

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Geringere Bezahlung von Frauen wird nicht als ungerecht wahrgenommen



Frauen verdienen am deutschen Arbeitsmarkt rund 20 Prozent weniger als vergleichbar ausgebildete Männer. Wissenschaftler der Universitäten Bielefeld Konstanz und des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung - DIW Berlin zeigen in einer Studie, dass eine unterschiedliche Entlohnung von Männern und Frauen in der Bevölkerung zwar grundsätzlich abgelehnt wird. Wird jedoch nach den konkreten Vorstellungen gefragt, so wird einer Frau ein deutlich geringerer Lohn zugebilligt als einem gleich qualifizierten Mann. Entscheidend ist dabei, dass nicht nur Männer dieser Ansicht sind, sondern auch Frauen.
Diese Ergebnisse stützen sich auf insgesamt drei repräsentative Bevölkerungsumfragen, die in den Jahren 2008 und 2009 deutschlandweit durchgeführt wurden. In einer Befragung des DIW Berlin wurden rund 10 000 Erwerbstätige danach gefragt, ob sie ihr eigenes Erwerbseinkommen als gerecht ansehen. Wurde das eigene Einkommen als ungerecht eingeschätzt, sollten die Befragten das gerechte Einkommen nennen. Dabei gestanden sich Frauen selbst ein geringeres Bruttoeinkommen als den Männern.In Umfragen der Bielefelder und Konstanzer Wissenschaftler zeigten sich die gleichen Ergebnisse.
Während also eine Ungleichbehandlung von Männern und Frauen bei der direkten Nachfrage abgelehnt wird, wird sie bei der Bewertung konkreter und alltagsnaher Fallbeispiele sichtbar. In der Bewertung der Fallbeispiele kommen offenbar fest verankerte Einstellungen zum Tragen. Danach werden Lohnunterschiede zwischen Frauen und Männern somit in weiten Teilen der Bevölkerung als gerecht angesehen.
Zu den Ursachen für die unterschiedlichen Einkommen von Männern und Frauen tragen möglicherweise in der Bevölkerung verankerte Vorstellungen darüber bei, dass es vornehmliche Aufgabe des Mannes ist, seine Familie zu versorgen. Außerdem bilden sich Vorstellungen über gerechte Einkommen vor allem über Vergleiche mit anderen. Dabei besteht die grundsätzliche Tendenz, sich mit Personen zu vergleichen, die ähnliche Merkmale aufweisen wie man selbst. Dementsprechend vergleichen sich Frauen zunächst mit anderen Frauen. Frauen, die in Haushalten leben, in denen beide Partner erwerbstätig sind, haben jedoch deutlich höhere Ansprüche an ihr Einkommen als alleine lebende Frauen oder alleinverdienende Frauen. Ein Grund für diesen Unterschied besteht in den Vergleichsmöglichkeiten, die sich Frauen in Zweiverdiener-Haushalten eröffnen. Sie können sich mit ihren – in der Regel besser bezahlten – Männern direkt vergleichen. Dies gilt insbesondere, wenn beide im gleichen Beruf tätig sind oder über eine ähnliche Ausbildung verfügen.

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Einsatz von Trommeln bei Krebstherapie



Dass Trommeln ein effektives Mittel zur Unterstützung einer Krebstherapie ist, vermuten Wissenschaftler der der Technischen Universität Chemnitz. Forscher verschiedener Fakultäten der TU beschäftigen sich im Projekt "The Drum Beat - Chemnitz Drumming Project" mit den Wirkungen und Effekten verschiedener Arten des Trommelns auf Fitness, Gesundheit und Verhalten. Initiiert von der Professur Sportmedizin/-biologie sind inzwischen neben Sportwissenschaftlern und -ingenieuren auch Psychologen, Kommunikations- und Wirtschaftswissenschaftler an den Ergebnissen interessiert. Drums Alive, zusammengesetzt aus Elementen von Aerobic, Tanz und Trommeln zeigt sich als Übungsalternative im fitness- und gesundheitsorientierten Sport. Das Trainingskonzept könne auch zur Verbesserung verschiedener anderer Fähigkeiten und Fertigkeiten eingesetzt werden: zum Beispiel zur Steigerung der Konzentrationsfähigkeit. Untersucht haben die Forscher die Wirkung der Trommelaktion auch bei 36 Kindern mit Lese-Rechtschreib-Schwäche Die Schüler haben zweimal pro Woche Drums Alive-Einheiten absolviert. Erfasst wurde neben den physiologischen Reaktionen und positiven Veränderungen in Konzentration- und Aufmerksamkeitsfähigkeit auch der Spaßfaktor.
Da Sport die Nebenwirkungen einer Chemotherapie reduziert und die Überlebenschance nach der Chemotherapie durch sportliche Betätigung um 70 Prozent steigen, wird auch an den Einsatz von Drumming gedacht. Auch bei einer Therapie von Depressionspatienten wird Drums Alive eingesetzt. . Außerdem soll die Wirkung bei Senioren sowie bei Patienten mit Parkinson, Adipositas, Herz- und Diabetes."The Drum Beat" im Internet: http://www.thedrumbeat.de

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Zuversicht wächst mit Bildung



Je höher die Bildung, desto größer die Zuversicht. Das zeigen die aktuellen Ergebnisse einer im 2. Quartal 2010 erstmals exklusiv
unter Schülern durchgeführten repräsentativen Umfrage im Rahmen der Zuversichtsstudie, die von Kommunikationswissenschaftler der Universität Hohenheim betreut wurde. Demnach ist der Optimisten-Anteil unter Gymnasiasten am höchsten. Dafür fühlen sich Hauptschüler am besten auf ihr weiteres Leben vorbereitet. Im Bundesländer-Vergleich zeigen sich Schüler in Baden-Württemberg am zuversichtlichsten. Deutschlands Schüler vertrauen auf die Zukunft. Das gilt vor allem beim Blick auf die individuellen Perspektiven: Die meisten Schüler (56 v.H.) antworten auf die Frage, wie sie ihrer persönlichen Situation in den kommenden 12 Monaten entgegensehen, „mit Zuversicht“ oder „mit großer Zuversicht“. Am optimistischsten sehen Gymnasiasten die weitere Entwicklung ihres Lebens mit einem Anteil von 62 v. H. Bei den Realschülern vertrauen 58 v.H. in die eigene Zukunft, in den Gesamtschulen 57 v.H. und in den Hauptschulen 46 v.H.. Erhoben wurden die Daten von insgesamt 1.503 Schülerinnen und Schülern bundesweit zu je gleichen Anteilen aus Hauptschulen, Realschulen, Gesamtschulen und Gymnasien.
„Mit steigender Bildung wächst bei den Schülern die Zuversicht, dass sich das eigene Leben positiv entwickelt. Bildung ist also nicht nur ein wichtiges Kapital für die materielle Zukunft, sondern auch für das eigene Selbstbewusstsein“, sagt Prof. Frank Brettschneider, der die Zuversichtsstudie wissenschaftlich begleitete.
Auch bei der Beurteilung der zukünftigen Lage Deutschlands zeigen sich die Gymnasiasten mit einem Optimisten-Anteil von 27 v.H. am zuversichtlichsten. Die fast gleiche Zuversicht für Deutschlands Zukunft findet sich bei den Realschülern, gefolgt von den Gesamt- und Hauptschülern, von denen jeweils 23 v.H. gute Perspektiven für das Land sehen. Damit liegt durchweg bei allen Schülern die Zuversicht für das eigene Leben auf deutlich höherem Niveau als die Zuversicht für die Entwicklung Deutschlands. Den größten persönlichen Rückhalt gibt den Jugendlichen das Zuhause (67 v.H.) und die Familie (57 v.H.).
„Was Schüler selbst gestalten können, gehen sie mit Zuversicht an – erst recht, wenn sie von Familie und Freunden unterstützt werden. Gesellschaftliche Entwicklungen, die in den Händen der Politiker liegen, sehen sie mit Skepsis“, erklärt Frank Brettschneider. Entsprechend niedrig ist die Zuversicht der Schüler, wenn es um die Entwicklung der allgemeinen Wirtschaftslage (22 v.H.) oder um die Sicherheit der Arbeitsplätze (18 v.H.) geht. Von allen Schülern fühlen sich Hauptschüler (53 v.H.) durch die Schule am besten für das weitere Leben gerüstet. Von den Realschülern teilen 50 v.H. diese Einschätzung, von den Gesamtschülern 47 v.H. und den Gymnasiasten lediglich 45 v.H.
„Bei den Hauptschülern ist relativ klar, wie es nach der Schule weitergeht. Dementsprechend gut fühlen sie sich von der Schule auf die Zukunft vorbereitet. Gymnasiasten stehen mehr Optionen offen – auf diese kann die Schule naturgemäß weniger konkret vorbereiten“, so Frank Brettschneider.
Eine Vorstellung davon, wie es nach der Schule weitergehen soll, haben 42 v.H. der Schülerinnen und Schüler, 41 v.H. wissen sogar schon genau, was sie nach der Schule machen wollen: Besonders hoch im Kurs stehen bei den Jugendlichen eine Ausbildung (50 v.H.) oder ein Studium (40 v.H.).
Bei 17 v.H. der Schülerinnen und Schüler besteht der Wunsch, nach Abschluss der Schule für einige Zeit ins Ausland gehen.

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Mehr Frauen in Forschung und Lehre



Der Anteil von Professorinnen an deutschen Hochschulen steigt kontinuierlich: von 9,9 Prozent im Jahr 1999 auf 17,2 Prozent 2008. Dazu trägt auch das Professorinnen-Programm des Bundes und der Länder bei, das Bundesforschungsministerin Annette Schavan im Jahr 2007 initiiert hat. Im Rahmen dieses Programms wurde nun die 200. Professur an Prof. Dr. Christina Noack vergeben. Sie forscht und lehrt an der Universität Osnabrück das Fach Didaktik der deutschen Sprache mit dem Schwerpunkt Grundschule
Das Professorinnen-Programm wird zu gleichen Anteilen vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) und den Bundesländern mit insgesamt 150 Millionen Euro gefördert. Weitere Informationen finden Sie im Internet unter: http://www.bmbf.de/de/494.php

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Mehr Komfort durch Flughafen-Rolli Metallarmband signalisiert Gefahr



Ein komfortabler Rollwagen, der es Fluggästen erleichtert, die Sicherheitskontrollen an Flughäfen schneller zu passieren, sowie weitere sieben innovative Lösungen für viele Lebensbereiche haben Absolventen von Europas erster Innovationsschule für Studenten vorgestellt. 44 Studierende aus 30 verschiedenen Fachgebieten erläuterten bei der Präsentation ihrer kreativen Projekte an der HPI School of Design Thinking des Hasso-Plattner-Instituts (Potsdam) die Ergebnisse ihrer zwölfwöchigen Arbeit. Ihr komfortables Vehikel, mit dem Passagiere künftig Handgepäck und persönliche Utensilien auf dem langen Weg durch das Flughafengebäude und durch die Sicherheitskontrollen transportieren sollen, nannten die jungen Design Thinker „FAST“. Der „Flight Assistant Security Trolley“ soll einmal die vom Sicherheits-Check bekannten Förderbänder und Schalen ersetzen. Projektpartner war die ZukunftsAgentur Brandenburg und das European Aviation Security Center Schönhagen e.V. Zusammen mit dem Schweizer Technologie-Think Tank Biolab erfand ein weiteres Team aus jungen Innovatoren ein Armband, das Trägern eines kardiologischen Implantats (z.B. eines Herzschrittmachers) hilft, sich am Arbeitsplatz auf mögliche Störquellen und Gefahrensituationen einzustellen. Der Rundfunk Berlin-Brandenburg (RBB) hatte eine andere Studentengruppe der HPI School of Design Thinking die Frage beantworten lassen „Wie kann man junge Berliner motivieren, Rundfunkgebühren zu zahlen?“. Die Lösung des Innovationsteams: Eine personalisierbare Internetplattform mit dem Titel „Wellenreiter“. Sie soll jungen Berlinern das vielseitige RBB-Angebot spielerisch und interaktiv näher bringen und die Zielgruppe auch mit einer Community als überzeugte Gebührenzahler an den Sender binden. Erstmals präsentierte ein Design Thinking-Team die Ergebnisse eines Auslands-Projekts. Nach einem Forschungsaufenthalt in Südafrika entwickelte die Gruppe eine innovative Lösung, die Besitzern ländlicher Lebensmittelläden hilft, den Warenfluss zu optimieren. Eingesetzt werden soll ein intuitiv zu bedienendes Gerät mit berührungsempfindlicher Oberfläche, über das Bestellung und Bezahlung leicht zu steuern sind.
Das Zusatzstudium „Design Thinking“ an der HPI School of Design Thinking des Hasso-Plattner-Instituts in Potsdam-Babelsberg richtet sich an Studierende, die kurz vor dem Diplom-, Master- oder Magister-Abschluss in ihrer Disziplin stehen. Pro Semester werden höchstens 120 Studierende angenommen – je 40 in zwei Basic-Kursen und einem Advanced-Lehrgang. Studiengebühren fallen nicht an. Die Ausbildungsdauer beträgt ein oder zwei Semester - bei zwei Präsenztagen in Potsdam pro Woche.

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Internet behandelt Essstörungen



Angeleitete Selbsthilfe mit Internetunterstützung oder Einzelsitzungen mit Therapeuten: Welche Form der Therapie gegen Essstörungen besser wirkt, untersuchten Forscher der Ruhr-Universität Bochum in einer groß angelegten Studie. Im Fokus der Untersuchung, die durch das Bundesforschungsministerium (BMBF) finanziert wird, steht die sog. Binge-Eating-Störung, die sich durch unkontrollierbare Essattacken auszeichnet. Der Begriff „to binge” kommt aus dem Amerikanischen und heißt übersetzt „ein Fressgelage abhalten”. Hauptmerkmal der Binge-Eating-Störung sind regelmäßige Essanfälle, während derer die Betroffenen typischerweise große Nahrungsmengen verzehren und dabei das Gefühl haben, die Kontrolle über ihr Essverhalten zu verlieren. Die Binge-Eating-Störung betrifft Männer und Frauen gleichermaßen. US-Studien haben ergeben, dass ca. zwei Prozent der Bevölkerung betroffen sind. Viele von ihnen leiden auch an Übergewicht oder Adipositas.
Die kognitive Verhaltenstherapie hilft dabei, wieder Kontrolle über das Essverhalten zu gewinnen. „Die Therapie in Einzelsitzungen ist allerdings sehr zeit- und arbeitsintensiv und wird noch nicht flächendeckend angeboten“, erklärt Dipl.-Psych. Sarah Weber. Die sog. INTERBED-Studie – Internet-basierte, angeleitete Selbsthilfe für übergewichtige Patientinnen und Patienten mit Binge-Eating-Störung – vergleicht daher erstmals die Wirksamkeit therapeutischer Einzelsitzungen mit der einer angeleiteten Selbsthilfe über das Internet. Die Inhalte beider Therapieformen sind einander ähnlich. Patienten der konventionellen Verhaltenstherapie erhalten eine viermonatige Psychotherapie mit insgesamt 20 Einzelsitzungen. Die Internettherapie beinhaltet dagegen nur zwei Gespräche mit dem Therapeuten Während der Internet-Behandlung stehen die Patienten per wöchentlicher E-Mail mit den Therapeuten in Kontakt. Die Teilnahme an der Studie ist kostenlos.

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Studierende forschen am Fließband



Dienst nach Vorschrift oder außergewöhnliches Engagement – was Mitarbeiter dazu bringt, besonders umsichtig zu sein, untersuchten Masterstudierende der Universität Duisburg-Essen (UDE). Die künftigen Medienwissenschaftler befragten über 100 Angestellte, Teamleiter und Führungskräfte eines großen Automobilherstellers in Süddeutschland. Sie tauchten dabei unmittelbar in die Praxis ein und stellten dem Unternehmen anschließend ihre Ergebnisse vor.An dem untersuchten Standort arbeiten etwa 14.000 Beschäftigte. Um die Bedingungen für extraproduktives Verhalten (Engagement über das normale Maß hinaus) zu identifizieren, erarbeiteten die Studierenden Fragebögen und Interviewleitfäden. Untersucht wurden die Bereiche Karosseriebau, Lackiererei und Montage.
Die Nachwuchswissenschaftler interessierte vor allem, inwieweit umsichtiges Handeln in der Produktion durch Faktoren wie Führungsverhalten Elternhaus, Arbeitszufriedenheit und Eigeninitiative beeinflusst wird. Ergebnisse: Mitarbeiter, die am Wohlergehen anderer interessiert sind, beteiligen sich auch im Unternehmen aktiv an der Lösung allgemeiner Probleme. Wer von seinem Chef unterstützt wird, engagiert sich von Anfang an. Mitarbeiter, die schon als Kind gelernt haben, Situationen durch eigeninitiatives Handeln (positiv) zu beeinflussen, zeigen dies auch im Beruf. Wurden sie früh durch die Eltern bestärkt, eigene Ideen einzubringen und umzusetzen, wirkt dies auch positiv auf die Optimierung von Arbeitsprozessen. Das Betriebsklima stützt oder schwächt die Loyalität zum Betrieb.
Empfehlung der Projektgruppe, die Mitarbeiter über Entwicklungen gut zu informieren. Aktuelles sollte nicht nur im Intranet publiziert werden, sondern auch an schwarzen Brettern hängen oder in Mitarbeiterzeitschriften publiziert werden.
Konflikte sollten schnell und fair gelöst werden. Regelmäßige Einzelgespräche decken eine eventuelle Unzufriedenheit auf und stärken die Motivation. Vorgesetzte sollten zudem ein offenes Ohr für Verbesserungsvorschläge haben und den Austausch zwischen den einzelnen Teams fördern.

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Neu in der Familie - Bindungsentwicklung bei Pflegekindern



Erst wenn die Beziehung zwischen Pflegekind und -eltern relativ sicher ist, sollten die Eltern mit Erziehungsmaßnahmen beginnen, ergab ein Forschungsprojekt an der Fachhochschule in Kooperation mit der Universität Erlangen-Nürnberg. Untersucht wurden die äußeren Bedingungen, wobei der Fokus der Studie auf der Bindungsentwicklung lag. Dazu werden die Kinder mit den Pflegeeltern in unterschiedlichen Situationen beobachtet: zuhause in gewohnter Umgebung, oder im Beobachtungslabor der Arbeitsstelle für Spieleforschung der FH Dortmund. Zusätzliche Hinweise liefern Persönlichkeitseinschätzungen und Entwicklungsstand-Erhebungen. Ergebnis der Untersuchung: Einen wichtigen Einfluss auf die Beziehung der Eltern zum Pflegekind haben die eigenen Erlebnisse der Eltern selbst in ihren Ursprungsfamilien. Weiter bestätigte sich in fortlaufenden Untersuchungen, das unsicher gebundene Pflegekinder mehr Verhaltensauffälligkeiten zeigen. Außerdem bestätigte sich, dass eine sichere Bindungsentwicklung mit zunehmendem Alter der Pflegekinder schwieriger wird.

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Talente fördern: Hochschule Regensburg bietet Frühstudium an



Erstmals zum Wintersemester 2010/2011 bietet die Hochschule Regensburg (HS.R) ein Frühstudium für talentierte Schülern und Schülerinnen ab der 11. Jahrgangsstufe an Gymnasien und ab der 12. Jahrgangsstufe an Beruflichen Oberschulen (FOS/BOS) an. Noten und Prüfungsleistungen sind in einem späteren Studium anrechenbar. Für das Frühstudium fallen keine Studienbeiträge an. Vorgesehen sind Architektur und Gestaltung, Betriebswirtschaft und Wirtschaftswissenschaften, Natur-Ingenieur- und Sozialwissenschaften. Voraussetzungen für ein Frühstudium sind eine Mindestnote in der entsprechenden Fachrichtung, die Teilnahme an einem Beratungsgespräch bei der HS.R-Studienfachberatung und die Zustimmung von Schule und Eltern (bei nicht volljährigen Schülern).

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Studierende in Sportmanagement als Unternehmensberater unterwegs



Studierende sollen möglichst praxisnah auf ihr späteres Berufsleben vorbereitet werden. Um diesem Anspruch gerecht zu werden, integrieren viele Dozentinnen und Dozenten am RheinAhrCampus in Remagen Projekte aus der Praxis in den Vorlesungsalltag. So führten Studierende des Studiengangs Sportmanagement Beratungsprojekte für die Stadt Limburg, den Rot-Weiss Essen, die SSF Bonn, den TV Heddersdorf, die Wico-Fußballschule, die Betreiber des Freizeitbads Tauris in Mülheim-Kärlich und das Gut Heiderhof durch.
Die Studierenden lernen dabei nicht nur theoretische Inhalte in konkreten Problemsituationen anzuwenden, sondern auch ein Projekt zu planen, zu strukturieren und termingenau zu einem Ergebnis zu kommen. So wurde für die Stadt Limburg ein Imagekonzept zur Tourismusförderung erstellt. Eine Projektgruppe beschäftigte sich mit der Anpassung von Organisationsstrukturen und des Budgets im Falle von Auf- und Abstieg im Fußball.

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Zuverlässigkeit bei Auswahl erhöhen



Fachwissen allein macht noch keinen guten Lehrer. Gefragt sind darüber hinaus personale und soziale Kompetenzen wie Kommunikationsfähigkeit, Einfühlungsvermögen, Respekt und Humor. Diese wesentlichen Qualifikationen bleiben in Lehramtsprüfungen aber weitgehend außen vor, bemängelt Professor Johann Beichel. Er untersucht Lehr- und Lernvorgänge an Schulen, um die Aussagekraft von Lehramtsprüfungen zu erhöhen. Er fordert, Aspekte wie Intuition, kommunikative Kompetenz, Empathiefähigkeit, Ästhetik und Moralität bei der Beurteilung von Lehrerinnen und Lehrern künftig stärker zu berücksichtigen. Die Ergebnisse sollen die Zuverlässigkeit der Lehrerauswahl erhöhen.

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Gewalt: Auffällige Jugendliche in Vereine integrieren



Um gewalttätige Jugendliche umzuerziehen, schlagen Wissenschaftler vor, sie in Vereine zu integrieren, die Kampfsport betreiben. Darauf zielt das neue Projekt „Socius“ des Instituts für Sportwissenschaft der Uni Würzburg ab. Professor Harald Lange, Leiter des Instituts für Sportwissenschaft, ist überzeugt: „Pädagogisch gelenktes Kämpfen kann dazu führen, dass Jugendliche den Gegner als Partner respektieren lernen, dass sie am eigenen Leib den Zusammenhang spüren zwischen dem, was sie tun, und dem, was sie damit bewirken. Es ist ein Weg zur Gewaltprävention.“
Die Ursachen für Gewalttätigkeit liegen vor allem in familiären Situationen begründet, emotionale Unterversorgung, zu wenig positive Vorbilder. Beim Kampfsport könnten die Jugendlichen mit Hilfe klarer Regeln zwischenmenschliche Körpererfahrungen sammeln, Körperkontakt aufnehmen, sich miteinander messen und ihre Grenzen erfahren. Ergänzt wird das Socius-Projekt von Gesprächsgruppen, therapeutischen Lauftrainings und anderen bewegungspädagogischen Maßnahmen. Auch die Eltern sollen in die Therapie eingebunden werden. Wichtig ist die Teilnahme sozialer Einrichtungen, die den Kontakt zu gewaltauffälligen Jugendlichen anbahnen und begleiten: Schulamt, Jugendamt, Allgemeiner Sozialdienst, Bewährungshilfe, Jugendgerichtshilfe.

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Leseprobleme von Grundschülern in Deutschland.



Leseschwache Kinder erhalten in Deutschland nicht im erforderlichen Umfang eine schulische Förderung, stellen Wissenschaftler in einer Internationalen Grundschul-Lese-Untersuchung (IGLU) fest. Die IGLU-Studie, die seit 2001 im Turnus von fünf Jahren durchgeführt wird, untersucht Lesekompetenzen am Ende der 4. Jahrgangsstufe in 45 Ländern und Regionen. Dabei sind Daten von 7.899 Schülerinnen und Schülern in Deutschland verwertet worden. Grundlegend für die IGLU-Studie ist die Unterscheidung zwischen fünf Stufen der Lesekompetenz (I bis V): "Leseschwache" Kinder (I und II) sind selbst in günstigen Fällen nur in der Lage, altersgemäßen Texten vereinzelte Informationen zu entnehmen. Sie gelangen nicht zu einem vertieften Verständnis inhaltlicher Zusammenhänge. "Leseschwierigkeiten" (III) liegen vor, wenn die Kinder zwar Informationen im Text auffinden und zueinander in Beziehung setzen können, aber steigenden Leseanforderungen in ihrer weiteren schulischen Laufbahn nicht gewachsen sind. "Lesestarke" Schülerinnen und Schüler (IV und V) können die Hauptgedanken eines Textes erfassen und wiedergeben. Bei ausgezeichneter Lesekompetenz erstreckt sich diese Fähigkeit nicht nur auf die Darstellung konkreter Handlungsabläufe, sondern auch auf abstrakte Sachverhalte. Die Kinder können das Gelesene in Beziehung zu eigenen Erfahrungen und Wissensbeständen setzen.
Der Anteil der lesestarken Kinder der 4. Jahrgangsstufe beträgt in Deutschland 52,7 Prozent; allein in Russland ist dieser Anteil signifikant höher. 34,8 Prozent der Viertklässlerinnen und Viertklässler in Deutschland haben dagegen Leseschwierigkeiten. 12,5 Prozent gehören zur Gruppe der Leseschwachen. Auffällig sind regionale Unterschiede: In Thüringen, Bayern, Mecklenburg-Vorpommern und Sachsen zählen mehr als 60 Prozent der Viertklässlerinnen und Viertklässler zu den Lesestarken; hingegen bilden die Stadtstaaten Hamburg, Berlin und Bremen mit 41,5 Prozent das Schlusslicht in dieser Gruppe.Die Untersuchung belegt ferner, dass ein günstiges familiäres Umfeld wichtig für die Entstehung von Lesekompetenz ist – und damit auch für Erfolgserlebnisse in der Schule
Die IGLU-Studie kommt weiterhin zu dem Ergebnis, dass im Durchschnitt aller Bundesländer nur rund 30 Prozent der Kinder mit Leseschwäche eine besondere Förderung in der Schule erfahren. Weil schulische Förderangebote vielerorts fehlen, hat die soziale Herkunft einen umso stärkeren Einfluss auf die Lesekompetenz. In der Gruppe der Lesestarken ist der Anteil der Kinder von Akademikern, Beamten, Angestellten im oberen und mittleren Dienst sowie von Technikern überdurchschnittlich hoch (51,2 Prozent), in der Gruppe der Leseschwachen liegt er weit unter dem Durchschnitt (30,6 Prozent). Ungünstig wirkt sich in Deutschland der Migrationshintergrund aus. Ein Risikofaktor ist der Fernsehkonsum: 59,1 Prozent der leseschwachen Kinder, aber nur 9,8 Prozent der lesestarken Kinder sehen täglich mehr als 3 Stunden fern.
Nahezu 80 Prozent der Schülerinnen und Schüler erklärten, dass sie gern in die Schule gehen. Dies trifft fast gleichermaßen auf alle Gruppen zu. Aber bei der Frage, ob sie sich in der Schule sicher fühlen, bestätigen dies 60,3 Prozent der Lesestarken, aber nur 40,4 Prozent der Kinder mit Leseschwierigkeiten. Mehr als die 20 Prozent dieser Kinder erklärten, sie seien von einem anderen Schüler unterdrückt und gequält worden.

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Neuer Detektor für Stress und Depressionen



Auf rund 65 Milliarden Euro belaufen sich die jährlichen Kosten, die in Deutschland durch psychische Erkrankungen entstehen. Stress, Depressionen und Burn-Out haben sich zur Volkskrankheit Nummer eins entwickelt. Knapp 38 Prozent aller Frührentner wurden 2009 in Deutschland wegen psychischer Erkrankungen in den Ruhestand geschickt. 1993 waren es mit 15 Prozent nicht einmal halb so viele. Auch die Zahl der Krankschreibungen wegen psychischer Probleme hat sich seit 1990 verdoppelt. Bis zu 90 Prozent der psychischen Erkrankungen werden von Hausärzten behandelt, die aber die wahren Ursachen häufig nicht erkennen. Das könnte sich ändern. Einem Forscherteam der Universität Trier ist es gelungen, ein Set zu entwickeln, das die Auslöser psychischer und psychosomatischer Beschwerden aufdeckt. Dadurch können die Krankheiten effektiv behandelt werden.
Patienten in Rheinland-Pfalz haben als erste die Chance, das neu entwickelte, aber bereits ausgiebig getestete „Neuropattern-Verfahren“ kostenfrei und weitgehend selbstständig anzuwenden. Bei der Behandlung können sie später aktiv mitarbeiten.
Das Ergebnis von zehn Jahren Forschungsarbeit steckt in einem Karton der Größe eines Schul-Atlasses: 16 Röhrchen, eine Tablette, ein Mini-EKG, ein Fragebogen. „Unsere Methode misst biologische Signale und setzt sie in Beziehung zu psychischen und körperlichen Stressreaktionen.“, erläutert Prof. Hellhammer das Verfahren. Hausärzte können das Set kostenfrei anfordern. Nach einer Einweisung führt der Erkrankte die erforderlichen Tests - überwiegend per Speichelproben - zu Hause durch. Patienten können die Behandlung aktiv unterstützen. Sie erhalten Zugang zu einem Online-Service mit individuellen Angeboten zur Selbsthilfe, die auch Wartezeiten für psychotherapeutische Behandlungen überbrücken können.
Das Neuropattern II-Set wurde in acht Jahren auf den Daten von mehr als 2200 Patienten und Probanden entwickelt. Ausführliche Informationen und eine Liste der teilnehmenden Hausärzte gibt es im Internet unter http://www.uni-trier.de/index.php?id=5678.

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Politiker verraten mit Gesten ihre wahren Gedanken



Menschen verknüpfen positive Eigenschaften mit ihrer dominanten, negative dagegen mit ihrer nicht-dominanten Körperhälfte. Rechtshänder assoziieren also beispielsweise Ehrlichkeit oder Intelligenz mit ihrer rechten, Linkshänder mit ihrer linken Seite. Wissenschaftler des Max-Planck-Instituts für Psycholinguistik in Nijmegen, Niederlande, haben untersucht, ob dieses Phänomen, das bislang nur im Versuchslabor beobachtet wurde, auch im wirklichen Leben auftritt. Dazu haben sie die spontane Gestik der amerikanischen Präsidentschaftskandidaten 2004 und 2008 in Reden mit positivem und negativem Inhalt analysiert. Demnach unterstützten rechtshändige Kandidaten George W. Bush und John Kerry positive Aussagen bevorzugt mit der rechten Hand, negative Aussagen begleiteten sie dagegen vor allem mit der linken Hand. Bei den linkshändigen Kandidaten Barack Obama und John McCain geschah dies genau umgekehrt.
„Gut“ und „Böse“ sind in vielen Kulturen jeweils mit „rechts“ und „links“ assoziiert. Beispiele sind im deutschen Sprachgebrauch der Ausdruck „zwei linke Hände“ oder im englischen der gemeinsame Begriff für richtig und rechts („right“). Politikern wird deshalb empfohlen, in erster Linie die rechte Hand für ihre Gestik zu benutzen und die linke nur für negative Botschaften einzusetzen.
Die dominante Körperhälfte ist „gut“. Mit dieser kulturellen Prägung lässt sich allerdings nur die Gestik von Rechtshändern erklären. „Unsere Ergebnisse zeigen, dass Menschen positive Botschaften nicht mit einer bestimmten Körperseite verbinden, sondern mit der Seite, die bei ihnen persönlich dominiert. Bewegungen auf der dominierenden Körperseite fallen dem Menschen leichter, deshalb wird sie offenbar mit „gut“ assoziiert, folgert Daniel Casasanto vom Max-Planck-Institut für Psycholinguistik, der die Untersuchung zusammen mit Kyle Jasmin durchgeführt hat.
Die Hand, die ein Sprecher für seine Gestik bevorzugt benutzt, sagt also viel darüber aus, was er tatsächlich über seine Botschaften denkt. Kaum ein Redner ist sich dabei bewusst, welche Botschaft er mit seinen Gesten an das Publikum sendet. Die meisten merken nicht einmal, dass sie überhaupt gestikulieren.

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Klassische Musik und Oper liegen Deutschen am Herzen


Große Mehrheit will musikalisches Erbe gewahrt wissen


Klassische Musik und Oper genießen als kulturelles Erbe der Nation einen hohen Stellenwert bei den Deutschen. Nach einer repräsentativen Umfrage der Bertelsmann Stiftung wollen fast 90 Prozent der Deutschen dieses musikalische Erbe für die kommenden Generationen gewahrt wissen. Dabei kommt nach Ansicht der Bevölkerung dem Musikunterricht in Kindergärten und Schulen eine besondere Bedeutung zu. Nahezu jeder Befragte (96 Prozent) hält den Musikunterricht für wichtig oder sehr wichtig. Dieser Ansicht ist laut Umfrage auch eine Mehrheit junger Menschen im Alter von 14 bis 29 Jahren, die dem musikalischen Erbe allerdings insgesamt skeptischer gegenüber steht: Fast jeder vierte von ihnen hält es für unwichtig. Als Gründe für die Wichtigkeit des Musikunterrichts nennt die Bevölkerung vor allem die Vermittlung einer umfassenden, auch kulturellen Bildung (91 Prozent) und die Förderung der emotionalen und geistigen Fähigkeiten der Kinder (ebenfalls 91 Prozent). „Gerade das gemeinsame Musizieren und Singen fördert Kreativität und Toleranz und stärkt darüber hinaus auch das Gemeinschaftsgefühl“, bekräftigt Liz Mohn, stellvertretende Vorsitzende der Bertelsmann Stiftung. Daher müsse jedes Kind die Chance haben, im Sinne einer ganzheitlichen Bildung möglichst früh mit Musik in Berührung zu kommen.
Aus Sicht von fast 90 Prozent der Befragten ist das Erlernen eines Musikinstrumentes eine weitere Möglichkeit, Kinder und Jugendliche an Klassik und Oper heranzuführen. Fast jeder Zweite gibt zudem an, selbst ein Instrument erlernt zu haben. Für nahezu ebenso geeignet wie das eigene Musizieren halten die Befragten fördernde Einrichtungen, wie zum Beispiel Kinder-Opern (81 Prozent), die den jungen Menschen Oper und Klassik mit gezielten Angeboten nahebringen. Auch unter den Jüngeren findet sich hierfür eine Mehrheit. Eine wichtige Rolle zur Bewahrung des musikalischen Erbes spielen auch der Besuch von klassischen Konzerten (72 Prozent) sowie die Nutzung neuer Medien (69 Prozent).
Laut Umfrage hört immerhin rund jeder Vierte unter 30 Jahren zumindest einmal in der Woche klassische Musik – sei es im Radio, im Fernsehen oder auf CD, bei Aufführungen, in Konzerten, an öffentlichen Orten oder bei privaten Gelegenheiten. In der Altersgruppe ab 60 Jahren gibt das sogar knapp die Hälfte aller Befragten (48 Prozent) an. Dabei ist Wolfgang Amadeus Mozart der bekannteste unter den Komponisten. Ihn nennt jeder Zweite, dicht gefolgt von Ludwig van Beethoven (36 Prozent) und Johann Sebastian Bach (23 Prozent). Nur die älteren Befragten kennen auch Komponisten wie Richard Wagner, Giuseppe Verdi und Peter Tschaikowski.

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Weniger Chemie – mehr Selbstheilungskräfte



Stressbedingte Erkrankungen sind nicht nur für die Betroffenen ein Problem, sondern stellen auch die Gesundheits- und Sozialsysteme auf eine Belastungsprobe. Eine Alternative zur häufigen Übermedikamentierung ist die Mind/Body Medicine, eine moderne Weiterentwicklung der klassischen Naturheilkunde. Sie geht von einem engen Zusammenhang zwischen Geist, Seele und Körper aus und zielt darauf ab, vorhandene gesundheitsfördernde Potenziale zu wecken und zu stärken. Die Wirksamkeit der Mind/Body-Techniken wird inzwischen durch Studien belegt. Das American College of Physicians empfiehlt deshalb zum Beispiel Yoga und Progressive Muskelentspannung bei Rückenschmerzen aber auch bei dem Karpaltunnelsyndrom im Handwurzelbereich.
Die Summer School des Lehrstuhls für Naturheilkunde der Alfried Krupp von Bohlen und Halbach-Stiftung der Uni Essen bietet Ärzten und Therapeuten die Möglichkeit, sich ebenso praxisnah wie theoretisch fundiert in den Methoden der Mind/Body Medicine weiterzubilden. Die Teilnehmer erhalten einen umfassenden Überblick über den aktuellen Stand der Forschung bei chronischen und nach Besserungsphasen wiederkehrenden Erkrankungen, etwa Herz- Kreislaufleiden, chronischen Schmerzen, Darmerkrankungen und Krebs.

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Kosten-Nutzen-Berechnung


Bei Menschen und Tieren gleich


Was im Gehirn passiert, wenn man die Qual der Wahl hat, haben Forscher des Biologischen Instituts der Universität Stuttgart und des Max-Planck-Instituts für neurologische Forschung in Köln herausgefunden. An Entscheidungssituationen, bei denen die Kosten und der Nutzen verschiedener Handlungsoptionen abzuwägen sind, hat insbesondere der vorderste Teil der Hirnrinde, der Präfrontalcortex, Anteil. Es gelang den Gruppen, die Stoffwechselaktivität im Gehirn zu messen. Eine Kosten-Nutzen-Berechnung findet nicht nur beim Menschen, sondern auch im Tierreich statt. Wählt zum Beispiel ein Raubvogel sein Frühstück aus, schlägt auf der Nutzenseite der erwartete Nährwert der Beute und bei den Kosten die für den Beutefang notwendige Stoffwechselenergie zu Buche.
Frühere Untersuchungen an Nagetieren haben wesentlich dazu beigetragen, einzelne Teilstrukturen von entscheidungssteuernden Schaltkreisen des Gehirns zu identifizieren. Jetzt gelang es, die Stoffwechselaktivität des gesamten Gehirns bei komplexen kognitiven Leistungen wie Entscheidungsabläufen zu messen.
Die Erkenntnis ist wichtig für die Entwicklung neurobiologischer Modelle der Entscheidungsfindung. Solche Modelle sind auch für die Humanmedizin relevant, denn bei zahlreichen neurologischen und psychiatrischen Erkrankungen kommt es zu starken Störungen der Entscheidungsfindung. Interessant sind sie darüber hinaus für andere Wissenschaftsdisziplinen, die sich mit Entscheidungsabläufen beschäftigen, so für die Psychologie und die Wirtschaftswissenschaften.

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Vernachlässigte Kinder kosten Nerven und Geld



Nicht nur Misshandlung, sondern auch Vernachlässigung fügt den Kindern schweren Schaden zu, fanden die Wissenschaftler Dr. Heinz Kindler und Beate Galm heraus. Langfristige, bedeutsame Folgen sind Entwicklungsverzögerungen, Schulschwierigkeiten und Integrationsproblemen am Arbeitsmarkt oder psychische Störungen, die behandelt werden müssen. Der Schaden aus volkswirtschaftlicher Sicht sind notwendige Fördermaßnahmen.
In der Kinder- und Jugendhilfestatistik werden Gefährdungsfälle bislang nicht erfasst. Auf der Basis internationaler Erhebungen liegen die Schätzungen für Deutschland bei 20.000 bis 100.000 Fällen. Fachkräfte sind bestrebt, frühzeitig Kontakt zu stark belasteten Familien aufzubauen, um frühzeitig eingreifen zu können. Allerdings wird Eltern das Sorgerecht nur entzogen, wenn sie grob fahrlässig das Kindeswohl aufs Spiel setzen, so Dr. Susanne Nothhafft, Juristin am Informationszentrum Kindesmisshandlung/Kindesvernachlässigung (IzKK), das am Deutschen Jugendinstitut (DJI) vor zehn Jahren eingerichtet wurde. Es sei auch nicht Aufgabe des Staates, für eine bestmögliche Förderung oder Erziehung der Kinder zu sorgen.
Umso wichtiger sei es, bundesweit einheitliche Qualitätsstandards im Kinderschutz zu entwickeln und umzusetzen. Es gehe nicht darum, Schuldige zu identifizieren, sondern die Gründe für das Entstehen des Fehlers zu finden.

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Onlinehilfe gibt Studientipps



Eine praktische Orientierungshilfe für die Wahl eines Studienfaches bietet die Universität Rostock zusammen mit den Universitäten Hamburg, Oldenburg, Bremen, Kiel, Greifswald und Hannover. In kostenlosen, webgestützten Selbsttests kann der Student für die Studienfelder: Gesellschafts- und Sozialwissenschaften, Naturwissenschaften, Rechtswissenschaften, Wirtschaftswissenschaften, Sprach- und Geisteswissenschaften und Ingenieurwissenschaften Klarheit gewinnen. Mit den Selbsttests können Studieninteressierte ihre fachlichen Neigungen und Eignungen prüfen und ihre allgemeine Studienmotivation feststellen. Außerdem lassen sich aus den Selbsttests erste Anforderungen des jeweiligen Studiums ableiten. Wer einen der Selbsttests bearbeitet hat, bekommt direkt eine Rückmeldung zu seinen Ergebnissen.

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Technik verlangt Lehrerfortbildung



Neben der Anwendung von Taschencomputer, kleinen Notebooks und Smartphones im Klassenzimmer bekommen Beamer und elektronische Schultafeln weitgehend mehr Bedeutung in der Standard-Ausstattung von Schulräumen. Mehr Technik sei vor allem sinnvoll in Mathematik und den Naturwissenschaften. Das erfordere eine
Weiterbildung der Lehrer im Umgang mit neuen Technologien, fordert Professor Hans-GeorgWeigand, Uni Würzburg, der am europaweiten Forschungsprojekt EdUmatics (European Development for the Use of Mathematics Technology in Classrooms) mitarbeitet. Insgesamt sind zehn Universitäten und Forschungseinrichtungen sowie zehn Schulen aus sechs europäischen Ländern beteiligt, darunter die Universität Chichester (England), die Karls-Universität Prag (Tschechien), die Universität Würzburg, das Internationale Pädagogische Forschungszentrum in Lyon (Frankreich), das Institut zur Erforschung des Mathematikunterrichts in Montpellier (Frankreich), die Universität Diderot Paris 7 (Frankreich), die Pädagogische Hochschule Freiburg, die Universität Turin (Italien), die Universität Utrecht (Niederlande) und die Universität Maribor (Slowenien).

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Handprothese lindert Phantomschmerzen



Der Verlust eines Körperteils ist schmerzhaft und das gleich im doppelten Sinne: Denn neben Wundschmerzen leiden die Betroffenen häufig an sogenannten Phantomschmerzen. Im Gegensatz zu den körperlichen Wunden, die irgendwann verheilen, bleiben Phantomschmerzen oftmals über Jahre, nicht selten das ganze Leben trotz hoher Dosen von Schmerzmedikamenten. Die Gefahr sei groß, dass die Patienten dadurch in eine Medikamentenabhängigkeit geraten, so der Schmerzforscher. Prof. Dr. Thomas Weiß von der Friedrich-Schiller-Universität Jena.
Doch nun können Wissenschaftler der Universität Jena den betroffenen Patienten durch neuartige Handprothesen Hoffnung auf Linderung machen: Gemeinsam mit Unfallchirurgen des Jenaer Uniklinikums und Wirtschaftspartnern hat das Team herkömmliche Handprothesen so verändert, dass Phantomschmerzen nach einer Unterarmamputation reduziert werden können. Ein zentraler Bestandteil der Neuentwicklung, ist eine Stimulationseinheit, die über eine Manschette mit dem Oberarmstumpf des Patienten verbunden ist. Das System überträgt diese sensorischen Informationen nun auch von der Hand an den Oberarm.
Auf diese Weise erhält das Gehirn eine Rückmeldung von der Prothese, als wäre es die eigene Hand.
Man kann sich das Entstehen von Phantomschmerzen so vorstellen: Die Gehirnstrukturen, die ursprünglich für die Reizverarbeitung aus dem Arm zuständig waren, sind nach dessen Verlust plötzlich „arbeitslos“. Deshalb kommt es zu einer Umstrukturierung der Gehirnbereiche. Diese Areale übernehmen stattdessen die Verarbeitung von sensorischen Reizen aus anderen Körperteilen, vor allem aus dem Armstumpf und dem Gesicht. Durch die Rückkopplung zwischen neuer Hand und Gehirn soll die Umstrukturierung im Gehirn verhindert bzw. rückgängig gemacht werden.Erste Patienten haben das System getestet und als sehr positiv empfunden.
Weitere Informationen: http://www.uni-jena.de

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Testverfahren erleichtert Einstieg in Physik



Absolventen der Physik haben hervorragende Berufsaussichten. Doch vor dem Erfolg müssen die Studenten ein anspruchsvolles Studium meistern. Vor allem der Einstieg ins Physik-Studium wird von vielen Anfängern als schwierig empfunden. Gezielte Unterstützung dabei bietet nun ein gemeinsames Projekt von Physikern und Psychologen der Saar-Uni. Die Wissenschaftler Professor Ludger Santen und Frank Spinath haben ein Testverfahren entwickelt, mit dem sie den Studienerfolg im Fach Physik vorhersagen und Studienanfängern individuelle Hilfe anbieten können.
Ergebnis der Studie: Gute Schulnoten in Verbindung mit einer hohen Leistungsbereitschaft bringen den größten Erfolg im Physik-Studium.
Das Verfahren von Dipl.-Psych. Ralph Dirksen zeigt, dass die Abiturnote eine bessere Vorhersagekraft hat als die Noten in Physik und Mathematik. Neben den Leistungen sind aber auch Persönlichkeitsfaktoren für den Studienerfolg ausschlaggebend: Interesse für Physik, Motivation und Arbeitsbereitschaft.





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Türkinnen stärker Selbstmord gefährdet



Ein Projekt zur Suizidverhütung bei jungen türkischen Migrantinnen in Deutschland wurde ins Leben gerufen. Es steht unter dem Motto: "Beende Dein Schweigen, nicht Dein Leben". Mädchen und junge Frauen mit türkischem Migrationshintergrund in Deutschland begehen fast fünfmal so häufig einen Suizidversuch wie gleichaltrige deutsche Frauen. Ziel des Projektes ist es, den Gründen auf die Spur zu kommen und vor allem auch, um den oft verzweifelten Frauen aus türkischstämmigen Familien konkret Auswege aufzuzeigen. Dazu gehört auch eine Gruppentherapie. Internetseite für Betroffene: http://www.beende-dein-schweigen.de/
auf Türkisch: http://www.suskunlugunasonver.de/

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Bei welcher Deckenfarbe wirkt ein Raum höher?


Praktikertipps aus dem Psychologielabor


Experimentelle Psychologie untersucht die Raumwahrnehmung bei
unterschiedlicher Helligkeit von Boden, Decke und Wänden
Ob ein Zimmer eher hoch oder niedrig erscheint, hängt davon ab, wie hell Decke und Wände sind. Der alte Heimwerker-Tipp, die Decke ein paar Nuancen heller zu streichen als die Wände, um dadurch den Raum höher wirken zu lassen - entbehrt allerdings wissenschaftlicher Grundlage. Dies ergab eine Studie am Psychologischen Institut der Johannes Gutenberg-Universität Mainz, die den Einfluss der Helligkeit von Decke, Wänden und Boden auf die wahrgenommene Höhe von Innenräumen untersucht hat. Allerdings ist es nicht die hellere Farbe der Decke, die den Raum höher erscheinen lässt, sonder es sind die (helleren) Wände, die diesen Eindruck erzeugen. In Anbetracht ihrer Befunde schlagen die Autoren eine neue Daumenregel vor: Um einen Raum höher wirken zu lassen, sollten sowohl die Decke als auch die Wände in einem hellen Farbton gestrichen werden. Die Bodenfarbe hat keinen Einfluss auf die wahrgenommene Raumhöhe.



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Mit Internet erfolgreich Übergewicht abbauen



Lauf- und Bewegungstraining vor dem PC-Monitor empfehlen Wissenschaftler der Wirtschaftsinformatik und der Sportmedizin der Technischen Universität München. Sie entwickelten das internetgestützte Bewegungsprogramm Personal Health Manager (PHM) Dabei wurden die Teilnehmer des Programms in unterschiedlicher Weise betreut. Es zeigte sich, dass übergewichtige, inaktive Menschen mit dieser Methode ihre Aktivität deutlich steigern können.
Regelmäßige Bewegung kann einer Vielzahl von Krankheiten und Beschwerden vorbeugen. Trotzdem bewegen sich die meisten viel zu wenig. Dem wollen die Wissenschaftler mit dem Personal Health Manager entgegenwirken: Ca. 250 bis dahin inaktive Personen im Alter von 35-65 Jahren testeten sechs Monate lang das Bewegungsprogramm. Sie wurden über das Internet angeleitet und betreut. In dem persönlichen Bereich der PHM-Internetplattform erhielt jeder Programmteilnehmer einen Bewegungsplan, Tipps und Feedback. Absolvierte Einheiten konnten auf der Internetseite in einem Trainingskalender dokumentiert werden. Betreuer beobachteten diese Dokumentationen und unterstützten die Aktiven, wenn Unzufriedenheit, Fragen, starke Abweichungen vom gesundheitsförderlichen Umfang oder andere Auffälligkeiten auftraten. Die Probanden passten den Bewegungsplan an ihre Bedürfnisse individuell an: Ort und Zeit der Aktivität sowie die Sportart legten sie selbst fest. So entschieden sie sich beispielsweise zwischen Sportarten wie Jogging, Walking oder Fahrrad fahren.
Im Durchschnitt steigerten die Probanden sowohl die sportliche als auch die alltägliche Aktivität, wobei die Alltagsaktivität einen deutlich größeren Anteil hatte. Außerdem ermittelten die Forscher den Grad der Verhaltensänderung, die sich über mehrere Stufen vollzieht: Vom ersten Nachdenken über gezielte Aktivitäten bis zum Ausüben des neuen Verhaltens. Die Betreuung über das Internet macht das PHM-Programm einerseits für den Teilnehmer flexibler und andererseits für den Betreuer weniger aufwendig, da er sich bei der Auswertung der Daten von der PHM-Internetplattform unterstützen läßt. Weitere Informationen:http://www.myphm.de

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Toleranz lässt sich trainieren



Psychologen der Universität Jena zeigen, wie sich Vorurteile bereits im Kindesalter vermeiden lassen
Franzosen treffen auf Algerier, US-Amerikaner spielen mit Mexikanern und Koreaner aus dem kommunistischen Norden und dem Süden begegnen einander friedlich im Stadion: Was bei der lFußball-Weltmeisterschaft in Südafrika problemlos möglich war, ruft bei Begegnungen zwischen den Kulturen im Alltag oftmals erhebliche Konflikte hervor. „Vorurteile und Intoleranz gegenüber anderen ethnischen oder auch sozialen Gruppen haben viele Erscheinungsformen in unserer Gesellschaft“, weiß Prof. Dr. Andreas Beelmann von der Friedrich-Schiller-Universität Jena. Von der Abwertung von Minderheiten über deren Ausgrenzung bis hin zu offener Gewalt gegenüber Menschen, die einfach nur anders aussehen, reiche das Spektrum, so der Psychologe.
Wie Vorurteile entstehen und wie Lehrer und Erzieher deren Entwicklung bereits im Grundschulalter entgegenwirken können, das haben Prof. Beelmann und sein Team im Rahmen der Forschergruppe „Diskriminierung und Toleranz in Intergruppenbeziehungen“ untersucht: In 15 Thüringer Grundschulen haben sie Kinder der dritten Klasse über einen Zeitraum von zwei Jahren begleitet und mit einem eigens entwickelten Trainings- und Präventionsprogramm gefördert. Nun liegen die Ergebnisse der „Thüringer Studie zur Vorurteilsprävention und Toleranzentwicklung“ vor. I
„Durch ein interkulturelles Training lässt sich das Wissen über andere Kulturen und Nationen bei Kindern deutlich erhöhen“, nennt Studienleiter Beelmann einen zentralen Befund der Untersuchung. Damit werde ein wichtiger Grundstein für gegenseitiges Verständnis und Toleranz gelegt, unterstreicht der Professor für Forschungssynthese, Intervention und Evaluation der Uni Jena. „Darüber hinaus ließen sich auch Verbesserungen hinsichtlich der Einstellung zu Kindern anderer Nationen nachweisen.“ So wünschten sich Kinder der Trainingsgruppe etwa einen näheren Kontakt zu asiatischen oder russischen Kindern.
An der Thüringer Studie haben insgesamt rund 400 Kinder teilgenommen. Neben dem interkulturellen Training enthielt das Programm auch Übungen, in denen die Kinder spielerisch in virtuellen Kontakt mit ausländischen Gleichaltrigen traten. Als drittes Trainingselement beinhaltete das Programm Übungen zur Unterstützung sozial-kognitiver Fertigkeiten, beispielsweise die Fähigkeit, sich in andere hineinzuversetzen.

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Männer sind für Kaufsucht genauso anfällig wie Frauen



Kaufsucht gilt in Deutschland gemeinhin als weibliches Phänomen, doch richtig ist: Männer sind davon genauso betroffen. Das ist das Ergebnis einer Studie der Zeppelin Universität (ZU) Friedrichshafen. Anhand von Hirnuntersuchungen wiesen die Wissenschaftler zugleich nach, dass es sich bei Kaufsucht um ein ähnliches Suchtverhalten wie im Zusammenhang mit Alkohol oder Nikotin handelt.
Mit Hilfe der funktionellen Magnetresonanztomographie (fMRI) untersuchten die Forscher die Gehirnaktivierung einer Gruppe von Männern, die starke Tendenzen zur Kaufsucht aufwiesen. Aufgabe der Teilnehmer war es, verschiedene Markenlogos bezüglich ihrer Attraktivität zu beurteilen. Während sie diese Aufgabe absolvierten, wurde ihre Gehirnaktivierung mit dem fMRI-Hirnscanner gemessen. Als Kontrollgruppe fungierten Männer, die keine Tendenzen zu Kaufsucht zeigten. Dabei stellten die Wissenschaftler fest, dass diejenigen Männer, die sich in der Gruppe der potentiell Kaufsüchtigen befanden, deutlich stärkere neurale Aktivitäten in den Gehirnarealen des Belohnungssystems aufwiesen. Sie reagierten mit erhöhter emotionaler Erregung und Belohnungserwartungen auf die gezeigten Marken. Diese Reaktionen erfolgten in den gleichen Hirnbereichen, die auch eine zentrale Rolle bei anderen Suchtverhalten spielen.
In einer zweiten Studie fanden die Wissenschaftler, dass die kaufsüchtigen Männer oftmals auch finanzielle Problemen hatten. Sie folgerten, dass Männer, die starke positive Assoziationen zu Marken haben, öfter über ihre Verhältnisse leben.
Insgesamt zeigen die Ergebnisse, dass Kaufsucht ein Männer wie Frauen gleichermaßen betreffendes Phänomen ist.

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Mediation zur friedfertigen Konfliktlösung


Streit ohne Verlierer – Im Fernstudium möglich


Überlastete Gerichte, ein immer komplexer und komplizierter werdendes Recht und anspruchsvollere Streitparteien sind Gründe, die das Interesse an Mediation zur konstruktiven Konfliktlösung wachsen lassen. Streitige Parteien erkennen zudem, dass ein Sieg über den Streit für sie keinen Gewinn bedeutet und ein juristisch erzwungenes Ergebnis keine Nachhaltigkeit bedingt. Mithilfe der Mediation erarbeiten die Parteien selbst Lösungen, die zu einem Ergebnis ohne Verlierer führen.

Eine Möglichkeit, die Fertigkeiten der Mediation berufsbegleitend zu erwerben, bietet die akademische Weiterbildung „Mediation -integrierte Mediation“ der Zentralstelle für Fernstudien an Fachhochschulen (ZFH). Konfliktnahe Berufsgruppen wie Juristen, Psychologen und Sozialarbeiter sind die Zielgruppe dieses berufsbegleitenden Fernstudiums. Der ehemalige Familienrichter und Vorsitzende des Vereins Integrierte Mediation e.V. Arthur Trossen hat das Studienkonzept als Fernstudium mit Präsenzphasen entwickelt. Die Studierenden können je nach Bedarf ein oder zwei Semester belegen. Während im ersten Semester die Grundlagen und Fertigkeiten der Mediation praxisnah vermittelt werden, steht im zweiten Semester die fallbezogene Vertiefung und Anwendung im Mittelpunkt. Bedarfsgerecht werden dabei Anwendungsbeispiele aus dem Familien-, Arbeits- und Zivilrecht bis hin zu Konfliktfällen aus der betrieblichen und politischen Praxis bearbeitet. Das Ziel der Ausbildung ist dann verwirklicht, wenn die Möglichkeiten der Mediation zur Konfliktlösung erkannt und erfolgreich im beruflichen Alltag angewendet werden. Die Absolventen erhalten ein qualifiziertes Hochschulzertifikat, ausgestellt von der Hochschule Darmstadt als Kooperationspartner der ZFH.
Weitere Informationen: http://www.in-mediation.eu

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ESS-KIMO hilft online Frauen mit Essstörungen



Anonym und einfach bietet ESS-KIMO Hilfe für Frauen mit Essstörungen. Das online-Programm, das Psychologen der Ruhr-Universität entwickelt haben, richtet sich an Frauen mit Anorexie oder Bulimie. Sie sind oft zwischen den negativen Aspekten ihrer Erkrankung – wie z.B. Osteoporose und Depressionen – und dem vermeintlichen Nutzen wie dem Dünnsein und dem Kontrollgefühl hin- und hergerissen und suchen deshalb keine Hilfe. ESS-KIMO gibt in sechs Online-Sitzungen vor allem Klärungshilfe durch die Auseinandersetzung mit diesen Aspekten. Weil das Verhältnis zur eigenen Erkrankung ambivalent ist, suchen Frauen mit Essstörungen selten selbst Hilfe. Typisch für Anorexie-Patientinnen ist die Verleugnung der Krankheit. Als zusätzliche Hemmschwelle kommt hinzu, dass Essstörungen oftmals stigmatisiert sind und sich die Betroffenen aufgrund ihrer Erkrankung schämen. Ein Online-Angebot ist gerade deswegen attraktiv, weil es anonyme Hilfe bietet, die, anders als die klassische Psychotherapie, sofort zur Verfügung steht. Auf einen Therapieplatz muss man je nach Region zwischen drei und zwölf Monate warten. ESS-KIMO ist keine Psychotherapie, kann aber vorher hilfreich sein und bei der Klärung der eigenen Wünsche helfen: Die Teilnehmerinnen werden sich klarer über die Folgen ihres Essverhaltens und die Einstellung zu ihrem Körper. Das Programm bietet auch Informationen und Übungen zu Problemen, die sich auf das Essverhalten beziehen. Weitere Informationen: http://www.ess-kimo.ruhr-uni-bochum.de







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Vom Individuum zur großen Fan-Familie



Bei der Fußball-Weltmeisterschaft war es deutlich zu sehen: Die Deutschen sind Fans. Die Farben Schwarz, Rot und Gold flattern an Autofenstern, zieren Rückspiegel, Kühlerhauben und setzen ungewohnte Akzente im Gesicht. Beim Public Viewing liegen sich einander ansonsten völlig Fremde selig in den Armen und zelebrieren gemeinsam den Sieg ihres Teams. Soziologen der TU Berlin erforschten die Strukturen von Fan- und Markengemeinschaften.
Am Institut für Soziologie der TU Berlin befasst sich Dr. Kai-Uwe Hellmann wissenschaftlich mit Markengemeinschaften und Fankulturen. In Kooperation mit Wirtschaftswissenschaftlern interessiert ihn dabei, was Firmen für ihr Produktmarketing von den Konsumenten, den Fans eines Produktes lernen können. „Fans sind Personen,“ so definiert der Soziologe, „ die längerfristig eine leidenschaftliche Beziehung zu einem für sie externen, öffentlichen Objekt eingehen, sei es eine prominente Person, Gruppe oder Organisation, sei es ein Artefakt oder Symbol, für das sie vergleichsweise viel Zeit, Geld und Aufmerksamkeit aufbringen.“
Hellmann untersucht seit einigen Jahren die Begeisterung von Autonarren für „ihren“ Golf GTI und hat außerdem Fußballfans der Vereine Borussia Dortmund, Hertha BSC und Arminia Bielefeld befragt. Er verglich Fans von Konsumgütern und deren Rituale mit den Fußballfans. Markengemeinschaften wie Fankulturen zeichnen sich durch Kollektivbewusstsein (Wir-Gefühle), bestimmte Rituale und Traditionen sowie moralische Solidarität füreinander aus.
Ganz unterschiedlich sei allerdings der Zugang der Fans zur Marke beziehungsweise zum Verein. Während die Konsum-Fans zu 56 Prozent eher zufällig auf „ihre“ Marke stoßen, spielen für den echten Fußballfan der lokale Aspekt, die Familie und Freunde eine große Rolle. Unter Umständen war schon der Vater Fan des Vereins. Bei den Ritualen gebe es Unterschiede: Während sich die bekennenden GTI-Fahrer einmal jährlich am Wörthersee treffen, um ihrem Kultobjekt zu huldigen, leben fanatische Fußball-Anhänger mit dem Spielplan ihres Vereins.
Weitere Informationen http://www.kaiuwehellmann.de

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Lieblingsfach Mathematik



Etwa ein Drittel der angehenden Abiturienten zieht laut einer Befragung ernsthaft eine Lehre statt eines Studiums in Erwägung. Fast die Hälfte kann sich gut vorstellen, längere Zeit im Ausland zu leben. Etwa zwei Drittel der 17-Jährigen wissen allerdings noch nicht, was sie werden wollen. Ein besonders überraschendes Ergebnis liefern die Aussagen zu einer eher beiläufig gestellten Frage: Mathematik ist keineswegs das Horrorfach, sondern sogar das Lieblingsfach der Gymnasiasten. Bei insgesamt fast 600 Fragebögen aus 9 Schulen mit im Wesentlichen gleichen Antworten hat dieses Ergebnis schon eine hohe Aussagekraft.

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Gesichtserkennung auf den ersten Blick



Wir begegnen täglich einer Vielzahl von Menschen: der netten Bedienung beim Bäcker, dem Busfahrer oder den Arbeitskollegen im Büro. Ohne die Fähigkeit, Gesichter auf einen Blick zu erfassen und zu erkennen, könnten wir die Personen nicht unterscheiden. Auch Affen können Gesichter von Gruppenmitgliedern unterscheiden und die relevanten Informationen über die einzelnen Individuen daraus ablesen. Mit Hilfe der so genannten Thatcher-Illusion haben Wissenschaftler vom Max-Planck-Institut für biologische Kybernetik in Tübingen untersucht, wie Menschen und Rhesusaffen Gesichter erkennen und im Gehirn verarbeiten. Sie stellten dabei fest, dass beide die Gesichter ihrer eigenen Artgenossen gleich wahrnehmen, während die Gesichter der jeweils anderen Art auf unterschiedliche Weise vom Gehirn verarbeitet werden. Es ist schwieriger, Veränderungen in einem Gesicht wahrzunehmen, wenn es auf dem Kopf steht. In einem aufrechten Gesicht bemerken wir kleinste Änderungen dagegen sofort. Erklärt wird die Illusion damit, dass nur bei der aufrechten Präsentation eines Gesichtes eine ganzheitliche Verarbeitungsweise stattfindet. Diese erlaubt es, feine Veränderungen in der Anordnung der einzelnen Gesichtsteile zu erkennen. Dreht man das ganze Gesicht um 180 Grad, geht diese Fähigkeit verloren.

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Frauen scheuen Wettbewerb schon im Kindesalter



Mädchen sind schon als Dreijährige deutlich seltener zum Leistungswettbewerb mit Gleichaltrigen bereit als Jungen. Das ist das Ergebnis einer aktuellen Studie, die beim Bonner Institut zur Zukunft der Arbeit (IZA) erschienen ist. Damit wird erstmals gezeigt, dass sich derartige Unterschiede zwischen den Geschlechtern bereits im Kleinkindalter ausprägen. Die Studie basiert auf einem umfangreichen Experiment der Universität Innsbruck, in dem das Wettbewerbsverhalten von über 1000 Kindern und Jugendlichen zwischen 3 und 18 Jahren untersucht wurde. Je nach Alter mussten die Teilnehmer Rechenaufgaben lösen oder einen Wettlauf absolvieren und konnten dadurch Geld verdienen. Beim Versuch hatten sie die Wahl, gegen Gleichaltrige anzutreten, um ihre Verdienstmöglichkeiten zu steigern, oder gegen Jüngere. 40 Prozent der Jungen, aber nur 19 Prozent der Mädchen entschieden sich für den Wettbewerb mit Gleichaltrigen. Ein weiterer interessanter Befund : Sowohl im Kopfrechnen als auch beim Wettlauf schnitten Jungen und Mädchen annähernd gleich ab. Allerdings neigten Jungen eher dazu, die eigene Leistung zu überschätzen.
Wirtschaftsforscher sehen in der geringeren Wettbewerbsbereitschaft von Frauen eine mögliche Ursache für den Lohnabstand zwischen den Geschlechtern und den geringen Frauenanteil in Führungspositionen. „Unsere Ergebnisse legen nahe, das Wettbewerbsverhalten von Frauen schon in jungen Jahren gezielter zu fördern, um einen Beitrag zu mehr Chancengleichheit auf dem Arbeitsmarkt zu leisten“, sagt der Innsbrucker Verhaltensökonom Matthias Sutter, der die Studie mitverfasst hat.

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Immer mehr Ein- und Zweijährige besuchen eine Kita


Frühkindliche Bildung gewinnt an Stellenwert


Immer mehr Kinder im Alter von ein und zwei Jahren nutzen in Deutschland die Angebote von Kitas und Tagespflege. Durchschnittlich jeder fünfte Einjährige besuchte im vergangenen Jahr eine frühkindliche Bildungseinrichtung oder wurde in Tagespflege betreut, von den Zweijährigen waren es fast 40 Prozent. Das geht aus den aktuellen Daten des Ländermonitors Frühkindliche Bildungssysteme 2010 der Bertelsmann Stiftung hervor. Die entsprechenden Ausgaben der Bundesländer für frühkindliche Bildung, Betreuung und Erziehung fallen höchst unterschiedlich aus. Während Spitzenreiter Berlin im Jahr 2007 durchschnittlich rund 4.150 Euro für jedes Kind unter sechs Jahren investierte, war es bei Schlusslicht Schleswig-Holstein mit rund 2.000 Euro pro Kind.
Laut Ländermonitor sank zwar im vergangenen Jahr die Zahl der unter Einjährigen, die in einer Kita oder in Tagespflege betreut wurden. Hingegen gibt es bundesweit immer mehr Kinder, die bereits ab ihrem ersten Geburtstag das frühkindliche Bildungssystem in Anspruch nehmen. Neben Berlin liegt Hamburg mit Investitionen von rund 3.400 Euro pro unter Sechsjährigem an der Spitze, am unteren Ende der Investitionsskala stehen Schleswig-Holstein, Niedersachsen, Bayern und Baden-Württemberg.
„Wer bei den Investitionen in die frühkindliche Bildung und Erziehung spart, zahlt in der Zukunft drauf“, bewertet der für Bildung zuständige Vorstand der Bertelsmann Stiftung, Dr. Jörg Dräger, die Zahlen des Ländermonitors: „Investitionen in frühkindliche Bildung rechnen sich, das zeigen unsere eigenen Analysen, das zeigen aber auch internationale Untersuchungen.“ Langzeitstudien belegen Dräger zufolge den positiven Einfluss guter Kitas auf die Bildungschancen insbesondere auch von benachteiligten Kindern: „Das Geld, das eine Gesellschaft für eine gute frühkindliche Bildung investiert, nutzt dem einzelnen Kind ebenso wie unserer volkswirtschaftlichen Entwicklung.“
Den größten Anteil der Investitionen für frühkindliche Bildung machen die Ausgaben für Personal aus. Die Höhe dieser Ausgaben wird vor allem durch die Zahl und Betreuungszeiten der Kinder in Kitas und Tagespflege und die Personalschlüssel beeinflusst. Bundesländer, die vielen unter Dreijährigen einen Kitaplatz ermöglichen, investieren deshalb deutlich mehr in die frühe Bildung ihrer Kinder. Die Ausgaben der östlichen Bundesländer sind daher mit im Schnitt rund 3.000 Euro pro Kind insgesamt höher als in den westlichen Ländern (durchschnittlich rund 2.400 Euro).

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eBay-Beschwerden: Deutsche drohen, Briten fluchen



„rotten service!!“, „nie wieder!!!!!!“ Frustrierte eBay-Kunden nehmen im anonymen Feedback-Forum der Handelsplattform meist kein Blatt vor den Mund. Die Linguistin und Anglistin Marja Meinl war von diesen noch kaum erforschten Online-Sprechakten so begeistert, dass sie ihre Dissertation zu kulturellen Vergleichen britischer und deutscher Beschwerdeeinträge bei eBay schrieb. Ergebnis: Deutsche drohen schneller mit dem Anwalt als eBay-Kunden von der Insel. Letztere zeigen sich dafür in der Anonymität des Internet oft alles andere als britisch-höflich.
Meinl wählte für ihre Studie insgesamt 400 Beschwerdeeinträge der deutschen und englischen eBay-Seiten aus. „Die meisten beschweren sich, weil sie ihre gekaufte Ware nicht erhalten haben oder weil die Ware anders ist als erwartet oder beschrieben“, erklärt sie. Hinzu kommen Doppelbeschwerden, wenn neben diesen weitere Mängel wie hohe Versandkosten beanstandet werden
Die Linguistin verglich die Datensätze auf deutschen und britischen eBay-Seiten mit Hilfe mehrerer statistischer Tests. Manche Ergebnisse waren nicht zu übersehen: So betonen deutschsprachige User ihre Aussagen häufig visuell: Sie schreiben in Großbuchstaben, verwenden so genannte „Emoticons“ wie „“ oder setzen sehr viele Ausrufungszeichen hintereinander.
„Deutsche drohen zudem schneller mit dem Anwalt“, erläutert Meinl weiter und erklärt: „Die Anonymität des Internets lässt Hemmschwellen sinken.“ Unter diesen Bedingungen scheint sich zuweilen sogar die britische Höflichkeit zu verflüchtigen. Vulgäre Flüche wie “LIAR!“ oder “FRAUD!!!!!“ sind keine Seltenheit und zeigen, dass auch britische User die „!“-Taste kennen. Meinl war erstaunt über diese Ergebnisse, denn: „Bei gesprochener Sprache gelten Deutsche als sehr direkt, Briten dagegen als zurückhaltend. Hier, in der anonymen Online-Welt, ist dieser Unterschied kaum noch zu finden!“

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Bei unangemessener Neugier keine oder falsche Daten angeben


Online-Kauf macht leichtsinnig beim Datenschutz


Internet-Nutzer gehen nach wie vor leichtfertig mit ihren persönlichen Daten um. Zwar äußern sie ein starkes Interesse am Schutz ihrer Daten vor Missbrauch, verhalten sich aber nicht dementsprechend. Eine vom Institut zur Zukunft der Arbeit (IZA) veröffentlichte Studie weist nach, dass bei Online-Einkäufen schon geringe Preisvorteile zur Gleichgültigkeit gegenüber der Offenlegung privater Informationen verführen und selbst bei Preisgleichheit kein ernsthafter Vergleich von Kaufbedingungen hinsichtlich des Datenschutzes stattfindet.
Die Widersprüchlichkeit im Umgang der Internet-Nutzer mit sensiblen Daten äußert sich besonders auffällig am Beispiel von Online-Netzwerken wie Facebook, wo unaufgefordert in großem Umfang private Daten preisgegeben werden. Auch beim Einkauf im Internet zeigen sich ähnliche Verhaltensweisen. Selbst wenn ein anderer Händler das gleiche Produkt kaum teurer oder sogar zum gleichen Preis anbietet, wählen viele Käufer unkritisch denjenigen Anbieter aus, der in größerem Umfang private Daten abfragt. Das ergab ein Verhaltensexperiment von Wirtschaftswissenschaftlern aus Cambridge und Berlin.
Die Teilnehmer der Feld-Studie – Studierende der TU Berlin – konnten über die "Amazon"-Plattform eine DVD bei zwei verschiedenen Online-Anbietern erwerben. Neben den kaufrelevanten Informationen verlangte einer der Anbieter die Angabe weiterer privater Daten wie Geburtsdatum und Einkommen. Die Teilnehmer des Experiments erwarben zu 90 Prozent die minimal preiswertere DVD, obgleich sie im Gegensatz zum anderen Anbieter dafür zusätzlich Alter und Einkommen angeben mussten.
Zum Schutz vor Missbrauch könnten Käufer keine oder falsche Informationen dort angeben, wo die Frage unangemessen und unnötig erscheint. Doch die Teilnehmer des Experiments gaben ihre Einkommensverhältnisse durchweg zutreffend an, obwohl sie sich nach dem Kauf unzufrieden mit den hierzu verlangten Angaben äußerten. Das beobachtete Verhalten steht in erstaunlichem Widerspruch zu der Tatsache, dass 75 Prozent der Teilnehmer erklärtermaßen Wert auf Datenschutz legten und gar 95 Prozent den Schutz ihrer Privatsphäre für elementar erachteten.

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Schizophrenie – Störung im Basalsystem Angst der Patienten vor Fremdbeeinflussung



Vor jeder Handlung erstellt der Mensch bewusst oder unbewusst einen Handlungsentwurf. Während der Umsetzung des Entwurfs beobachtet der Mensch sich selbst. Zuständig dafür ist ein Kontrollmechanismus im Gehirn. Auf Grund eines Defekts stellt er eine Abweichung vom Entwurf vor.-. Das vermeintliche Abweichen vom Entwurf wird als ein Eingreifen Dritter interpretiert. Durch die Fehldiagnose entsteht das Gefühl von Fremdbestimmtheit. Also – die Handlung läuft erfolgreich wie geplant, aber die Wahrnehmung interpretiert eine von außen bewirkte Störung . Das soll die Ursache für das Auftreten von schizophrenen Verhaltensweisen sein. Zu diesem Ergebnis kommen Wissenschaftler des Hertie-Instituts für klinische Hirnforschung (HIH) im Universitätsklinikum Tübingen in einer in BRAIN erschienenen Studie, Die Wissenschaftler wiesen erstmals einen direkten Zusammenhang zwischen einem Defizit in einem basalen Wahrnehmungsmechanismus für die eigenen Bewegungen und dem Symptom der gefühlten Fremdbestimmung nach.
In Deutschland leiden rund 800.000 Menschen an Schizophrenie, die von psychotischen Krisen mit Wahnvorstellungen, Halluzinationen und Störungen der Denkabläufe gekennzeichnet sind. Aufgrund der ungenauen Vorhersagen müssen Schizophrenie-Patienten um so mehr auf anderweitige, potentiell irreführende Informationen und Überlegungen zurückgreifen, so die Folgerung der Forscher.
Je stärker ein spezielles Defizit in der Wahrnehmung der eigenen Bewegungen, um so ausgeprägter das Symptom der empfundenen Fremdbestimmung.
Bisher vermutete man, dass das Gefühl der Fremdbeeinflussung bei Schizophrenie auf Fehlern der Gedanken und Überzeugungen beruhe.
Originaltitel der Publikation:
Misattributions of agency in schizophrenia are based on imprecise predictions about the sensory consequences of one's actions
Online erschienen in BRAIN am 07.12.09 (doi:10.1093/brain/awp291)

Autoren: Matthis Synofzik, Peter Thier , Dirk T. Leube, Peter Schlotterbeck und Axel Lindner.

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Handy sticht Clown auf Hochrad aus Selbst Fußgänger in Wahrnehmung eingeschränkt



Mit dem Handy telefonieren lenkt ab, und das sogar den Fußgänger. Den wissenschaftlichen Beweis lieferten Erfurter Studierende der Kommunikationswissenschaft. Sie engagierten einen Clown samt Hochrad, der

auf dem Willy-Brandt-Platz mitten in der Erfurter Innenstadt seine Späße trieb. Die Handy-Nutzer – mit dem Mobil am Ohr - nahmen zu 75 Prozent keine Notiz von dem außergewöhnlichen Ereignis im öffentlichen Raum. Auf Befragen gaben sie an, den Spaßvogel nicht gesehen zu haben.Zu einem ähnlichen Ergebnis kamen 2009 Wissenschaftler der Western Washington University.
Das Handy hat unsere mobile Kommunikation revolutioniert. Es dient heute als Internet-Terminal, Fotoapparat, Walkman oder eben als mobiles Telefon. Als ständiger Begleiter zieht es immer wieder unsere Aufmerksamkeit auf sich: Im Gebrauch als mobiles Telefon scheint es dann endgültig alle verfügbaren kognitiven Ressourcen der Benutzer einzufordern, die die gegenwärtige Umwelt dann nur noch sehr eingeschränkt wahrnehmen, nicht nur bei Autofahrern. „Alle, die vermeintlich zwanglos zum Handy greifen, sollten sich darüber im Klaren sein, dass sie sich damit immer auch ein Stück von der direkten Umgebung verabschieden", kommentiert Professor Joachim Höflich, unter dessen Leitung die Studie durchgeführt wurde. Der Wissenschaftler gilt als Pionier der deutschen Handy-Forschung und hat in zahlreichen Studien Interaktionen, Nutzungsweisen und soziale Auswirkungen der Mobiltelefonie untersucht.


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Selbstprüfung im Internet



Die ersten Maßnahmen aus dem "Wettbewerb Exzellente Lehre" werden jetzt an der TH Aachen umgesetzt. Professoren und Studierende ziehen dabei an einem Strang. Ein Redaktionsteam fasste das zu einem Maßnahmenkatalog zusammen, der in die vier Kernbereiche Studierende, Lehrende, Lehr- und Lernkonzepte sowie Struktur und Organisation unterteilt ist. Ein besonders wichtiger Punkt, der sich bereits in der Umsetzung befindet, ist das "Studierendencockpit". Dabei können die Fachstudienberater der Fakultäten für jeden ihrer Studierenden eine Übersicht einsehen, die den aktuellen Prüfungsstand auflistet. Zusätzlich gibt ein Farbsystem auf den ersten Blick zu erkennen, ob und wo der Betreffende im "roten" Bereich ist, also Klausuren nicht bestanden hat oder kurz vor seinem letzten Versuch steht. Das System warnt, wenn jemand in Schwierigkeiten ist, kann aber genauso die besonders guten Studierenden identifizieren. Außerdem holt diese Vorgehensweise ihre Kommilitonen aus der Anonymität. Denn spätestens mit der Post vom Prof dürfte klar werden, dass sie und ihre Leistungen zur Kenntnis genommen werden. In dem persönlichen Gespräch können dann Ursachen für die Probleme und mögliche Lösungen oder weitere Fördermöglichkeiten ausgelotet werden.
Die "Starter Kits" richten sich in erster Linie an alle neu berufenen Professoren. Und bieten Schulungen zu denen auch die Vermittlung von Lehrkompetenzen gehören.
In dem Rahmen sollen bei der TH Aachen auch neue Lehr- und Lern-Methoden entwickeln und getestet werden. Damit sich junge Leute nicht für einen Studiengang entscheiden, für den sie keine ausreichenden fachlichen Vorkenntnisse mitbringen, bietet die RWTH bis August 2010 studienspezifische Tests für alle Fächer an. Dese Selbstprüfungen können auch über das Internet durchgeführt werden. Zu dem Zweck bekommt Jeder Studierende im Internet einen Account und kann die Self Assessments auch mehrmals absolvieren.
Die Teilnahme ist verpflichtend,
Die Erfahrungen zeigen, dass gerade in der Studieneingangsphase zu viele das Handtuch werfen. Auch Mentoringgespräche sollen zur Klärung beitragen.


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Mehr Gründergeist in grauen Köpfen Studie zu Entrepreneurship und demografischen Wandel



Mehr Gründergeist in grauen Köpfen
Studie zu Entrepreneurship und demografischen Wandel
In den kommenden Jahren werden vermehrt Menschen der Generation 50plus neue Unternehmen gründen. Der Anteil der jüngeren, geburtenschwachen Jahrgänge dagegen sinkt. Diese Voraussage treffen drei Forscher: Stephan Heblich (Jenaer Max-Planck-Institut für Ökonomik), Werner Bönte (Universität Wuppertal) und Oliver Falck (Münchner ifo Institut)- Ihre Prognose resultiert aus der Analyse der Eurostat-Bevölkerungsdaten sowie Daten über die Zahl der Firmenneugründungen (Start-up's) aus der Sozialversicherungsstatistik. Unt
ersucht wurde der Zeitraum von 1987 bis 2000.
Insgesamt haben sie 31 Regionen der alten Bundesländer unter die Lupe genommen Sie dürften auch Modellcharakter für andere europäische Regionen haben. Die Wahrscheinlichkeit, dass eine Person unternehmerisch aktiv wird, steigt mit zunehmendem Alter zunächst an, erreicht im Alter von etwa 40 Jahren ihren maximalen Wert und nimmt danach wieder ab. Ein zweiter Scheitelpunkt der Gründungsaktivitäten liegt bei den geburtenstarken Jahrgänge, die heute 50plus sind.
Gründer haben einen starken regionalen Bezug und gründen da, wo ihnen ihr soziales Netzwerk zusätzliche Ressourcen erschließt. Soziale Netzwerke wiederum werden vorrangig zwischen Personen einer Altersgruppe geknüpft.
Originalveröffentlichung:

Boente, W., Falck, O., Heblich, S. (2009)
The Impact of Regional Age Structure
Economic Geography, 85(3), 269-287

Weitere Informationen erhalten Sie von:

Dr. Stephan Heblich
Max-Planck-Institut für Ökonomik, Jena
Tel.: +49 3641 686-733
Fax: +49 3641 686-710
E-Mail: heblich@econ.mpg.de


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Narzissmus stört Partnerschaft Vom selbstverliebten Blick auf die eigene Person



Wenn der Partner seinen Beitrag zur Beziehung ständig überschätzt oder die Partnerin meint, für ihren Einsatz bekäme sie zu wenig zurück - sollte das ein Warnsignal sein. Eine verzerrte Selbstwahrnehmung deutet möglicherweise auf Narzissmus hin. Die Folgen wären eine ausbeuterische Tendenz. Im Gegensatz zum Berufsleben weiß man über Narzissmus in der Partnerschaft nur wenig. Drei aktuelle Studien der Bochumer Sozialpsychologen um Prof. Dr. Werner Bierhoff geben jetzt interessante Einblicke in ein kompliziertes Beziehungsgeflecht.
In den aktuellen Studien der Bochumer Psychologen geht es um klinisch unauffälligen "normalen" Narzissmus. In die erste Studie bezogen die Bochumer Psychologen rund 250 Studierende im Alter von rund 25 Jahren ein. Alle lebten seit ca. 42 Monaten in einer festen Beziehung teils im eigenen Haushalt. In einer weiteren Studie wurde das gesunde Selbstbewusstsein erfasst. Schließlich nahmen an der dritten Studie rund 50 Elternpaare von Studierenden teil, die im Schnitt 51 Jahre alt und 26 Jahre verheiratet waren. Mit dem sog. Narzisstischen Persönlichkeitsinventar (NPI) erfassten Prof. Bierhoff und sein Team zunächst die individuelle Ausprägung des Narzissmus. Schließlich beurteilten die Paare jeweils die eigene Attraktivität und die des Partners: Dabei ging es um die Wahrnehmung der äußeren Erscheinung, um Statusfragen, wie Bildung und Einkommen, oder um die Anziehungskraft der Partner.

Deutlich erhöhte Werte für Narzissmus traten bei etwa einem Fünftel der befragten Studierenden auf. Die Bochumer Studien zeigen die Konsequenzen für die Partnerschaft: Je narzisstischer die befragte Person, umso mehr überschätzt sie die eigene Attraktivität und damit zugleich die eigenen Beiträge zur Partnerschaft. Die Leistung des Partners wird geringer eingeschätzt. Die narzisstische Person übt in der Beziehung ständig Druck auf ihren Partner aus.
Bei den Elternpaaren fielen die Antworten zwar weniger narzisstisch aus, doch auch bei ihnen war der Narzissmus mit einer höheren Bewertung der eigenen Beiträge verbunden. Zudem zeigte sich hier ein interessantes Phänomen: Die eigene Überschätzung eines Elternteils ging mit einer geringeren Selbsteinschätzung beim anderen Elternteil einher.
Weitere Informationen

Prof. Dr. Hans-Werner Bierhoff, Arbeitseinheit Sozialpsychologie, Fakultät für Psychologie der Ruhr-Universität, Tel.: 0234/32-23170, Hans-Werner.Bierhoff@rub.de

http://www.rub.de/rubin - RUBIN mit Bildern im Internet

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Ohren und Stifte spitzen



Für bundesweiten Wettbewerb – Chemnitz und seine Sprache
Dem Volk aufs Maul schauen (Luther) und hören wie es spricht, dazu fordert eine Onlinezeitung in Chemnitz auf. Das Gehörte soll schriftlich festgehalten werden. Sowohl das Geflüster in der Kirche wie das Gespräch beim Metzger interessiert die Onlinezeitung "Lingua et Opinio" an der TU Chemnitz. Ausgewählt bis zum 13. April 2010 werden die besten journalistischen Beiträge zum Thema "Stadtgeflüster"

Zu dieser Aktion werden viele Fragen aufgeworfen: Wer ist die Stimme hinter den Haltestellendurchsagen in der Straßenbahn? Unterscheiden sich Gespräche im Kaufhaus von denen auf einem Marktplatz? Und: Wer verdient eigentlich an Werbung im öffentlichen Raum? Städte sind kommunikative Orte. Die Onlinezeitschrift zu Sprache und Kommunikation "Lingua et Opinio" (LEO) an der Technischen Universität Chemnitz ruft in ihrem dritten bundesweiten Schreibwettbewerb dazu auf, dem "Stadtgeflüster" in seinen vielfältigen Formen nachzuhorchen - und es journalistisch aufzubereiten. Gesucht werden Reportagen, Features und Interviews zum Thema "Stadtgeflüster".

Teilnehmen darf jeder Schreibinteressierte. Einzige Voraussetzung für eine Teilnahme: die selbstverfassten Texte dürfen noch nicht an anderer Stelle veröffentlicht worden sein und sollen LEO für eine Erstveröffentlichung zur Verfügung gestellt werden. Zu gewinnen gibt es Preise im Wert von mehr als 1.000 Euro, dazu als Sonderpreise zwei attraktive Praktika bei der Deutschen Welle bzw. an der Chemnitzer Universität. Eine Jury mit Vertretern von Wissenschaft, Wirtschaft und Medien wird die besten Arbeiten auswählen, die im Sommer 2010 in Chemnitz prämiert werden.

Ausführliche Informationen zum Schreibwettbewerb:
http://www.leo.tu-chemnitz.de

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Transfer verhindert Infoverlust Von der Wissenschaft in die Wirtschaft -



Wie kann der Forschungs- und Technologietransfer in Deutschland verbessert werden? Mit dieser Frage beschäftigt sich ein aktuelles Projekt unter Beteiligung des Fraunhofer IAO. Ziel ist es, Strategien und Mechanismen für die effiziente Überführung von Forschungsergebnissen in die industrielle Praxis zu entwickeln.
Die Entwicklung neuer Technologien durch Universitäten, Hochschulen und Forschungseinrichtungen in enger Kooperation mit der Industrie ist für die Sicherung der Wettbewerbs- und Innovationsfähigkeit Deutschlands von herausragender Bedeutung. Doch erst durch die industrielle Umsetzung der neuen Erkenntnisse und verbesserten Technologien können wettbewerbswirksame Effekte erzielt werden. Es müssten also neue Technologien und Verfahren für die bestehende Produktionslandschaft adaptiert und marktfähige Produkte und Leistungen generiert werden .

Um Forschungsergebnisse möglichst vielen Unternehmen, besonders der mittelständischen Industrie zugänglich zu machen, müssten drei wesentliche Voraussetzungen geschaffen werden: ,:
1. Die Forschungsergebnisse müssten in einer genügend aufbereiteten Form zur Verfügung gestellt, in die richtigen Kanäle geleitet werden. Und die Unternehmen müssten die Ergebnisse auswerten können.
Aus Sondermitteln werden dazu Transfermechanismen und -strategien entwickelt. Ihre praktische Erprobung erfolgt anhand des Projektclusters "Zuverlässigere mechatronische Systeme". Darüber hinaus werden die in der Praxis gewonnenen Erfahrungen und Erkenntnisse als Handlungsempfehlungen weitergereicht.

Am Projekt beteiligt sind neben dem Fraunhofer IAO auch das Fraunhofer ISI, das Heinz Nixdorf Institut der Universität Paderborn sowie die VDMA Gesellschaft für Forschung und Innovation mbH (VFI). Eine Reihe assoziierter Partner unterstützt das Vorhaben: Verband deutscher Maschinen- und Anlagenbau, Kompetenznetzwerk Mechatronik BW, OWL MASCHINENBAU, Verein Deutscher Werkzeugmaschinenfabriken sowie IG Metall.

Ansprechpartner: Markus Korell
markus.korell@iao.fraunhofer.de

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Alt lernt von Jung – und umgekehrt Pädagogischer Austausch an Schulen - "2AgePro" für europäische Lehrer



Wie ältere Lehrer von jungen lernen können und umgekehrt - das soll das EU-geförderte Projekt "2AgePro" zeigen. Das Kooperationsprojekt von Pädagogen der Ludwig-Maximilians-Universität (LMU) München mit Kollegen an Universitäten in Finnland, den Niederlanden, Schweden und der Tschechischen Republik entwickelt dabei Modelle, mit denen Berufseinsteiger unterstützt und Erfahrene neu motiviert werden. Jetzt wurde es in München an drei Schulen gestartet: der Joseph-von-Fraunhofer-Realschule, der Grundschule an der Klenzestraße 48 sowie dem Thomas-Mann-Gymnasium.
Jungen Pädagoginnen und Pädagogen soll das Projekt helfen, sich in den ersten Berufsjahren besser in die Schulgemeinschaft zu integrieren. Außerdem sollen sie frisches Wissen aus den Universitäten, besonders um neue Medien und Erkenntnisse in der Naturwissenschaft, in die Klassenzimmer tragen. Ältere Kolleginnen und Kollegen dagegen sollen ihre langjährigen Erfahrungen etwa im Umgang mit den Schülern einbringen, neu motiviert werden - und länger im Beruf bleiben. Zu diesem Zweck begleitet 2AgePro regelmäßige Kooperationen zwischen neuen und erfahrenen Lehrkräften. Der Austausch zwischen den Generationen wird dabei von den LMU-Wissenschaftlern unterstützt. An jeder Schule nehmen bislang vier Lehrerinnen und Lehrer teil. Das Projekt an den Münchner Schulen läuft zunächst bis Ende März diesen Jahr
2AgePro wurde im Rahmen des Grundtvig-Programms für Lifelong Learning der Europäischen Union entwickelt, das die praktische Erwachsenenbildung fördert. Hauptkoordinator ist die finnische University of Oulu. Das Projekt ist auf insgesamt zwei Jahre angelegt. Die Teilnehmer der einzelnen Universitäten treffen sich halbjährlich, um ihre Erfahrungen auszutauschen. In München sind, neben Professor Fischer, Professor Joachim Kahlert, Lehrstuhlinhaber für Grundschulpädagogik und -didaktik der LMU und Direktor des Lehrerbildungszentrums, sowie Dr. Anna-Maria Mekota und Dr. Kati Makitalo-Siegl vom Lehrstuhl für empirische Pädagogik und pädagogische Psychologie an dem Projekt beteiligt.

Weitere Informationen: www.de.2agepro.psy.lmu.de

Ansprechpartner:
Dr. Anna-Maria Mekota
Lehrstuhl für Empirische Pädagogik und Pädagogische Psychologie
Tel.: 0179 / 1180957
E-Mail: Anna-Maria.Mekota@psy.lmu.de

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Gute-Laune-Check mit Handy Jüngere suchen den Stress - Loslösungsprozess



Die gute Laune ist bei Jüngeren störanfälliger als bei Erwachsenen. Sie erwecken manchmal sogar den Eindruck als suchten sie emotionalen Stress. Mit zunehmendem Alter scheint sich dieses Muster umzukehren. Insbesondere Menschen über 60 Jahren fühlen sich im Alltag emotional nicht nur häufig wohler als Jüngere, sondern neigen auch dazu, ihre positiven Gefühle aufrecht zu erhalten und negative Gefühle, wie zum Beispiel Ärger, zu bekämpfen. Dieses Verhaltensmuster beobachteten Wissenschaftler des Berliner Max-Planck-Instituts für Bildungsforschung und des Sozioökonomischen Panels.
Fragt man verschiedene Altersgruppen danach, wie sie sich im Alltag fühlen, zeichnet sich das höhere Alter überwiegend durch emotionales Wohlbefinden aus. Bislang ungeklärt sind die psychologischen Mechanismen, die diesen Unterschieden führen. Um dies zu untersuchen, wurden 378 Studienteilnehmer im Alter von 14 bis 86 Jahren drei Wochen lang mit speziellen Mobiltelefonen ausgestattet, die sie bei sich trugen, während sie ihrem normalen Alltag nachgingen. In dieser Zeit wurden sie 54mal kontaktiert, um Fragen zu ihrer momentanen Stimmung zu beantworten. In durchschnittlich einem Viertel der abgefragten Situationen gaben die 14 bis 18 Jährigen an, ihre momentanen negativen Gefühle erhalten oder verstärken beziehungsweise positive Gefühle dämpfen zu wollen. Von den über 60 Jährigen wurden diese Bestrebungen dagegen in nur durchschnittlich jeder zehnten abgefragten Situation berichtet. In der für Jugendliche vergleichsweise häufigen Kontraeinstellung vermuten die Autoren einen Mechanismus, der Jugendlichen dabei hilft, sich von Eltern oder anderen Erwachsenen abzugrenzen und emotional unabhängig zu werden. Demnach messen ältere Erwachsene aufgrund der noch verbleibenden Lebenszeit der Verbesserung ihres emotionalen Wohlbefindens im Hier und Jetzt zunehmend Bedeutung bei.

Die in dieser Studie gewonnenen Daten alltäglicher Gefühlsregulationsprozesse sind in Kooperation mit dem Soziökonomischen Panel (SOEP) erhoben worden, das seit 25 Jahren Einkommen, Erwerbstätigkeit, Bildung und Gesundheit von 20.000 Personen in 10.000 Haushalten in Deutschland erfasst. Die Einbindung psychologischer Parameter in das SOEP ermöglicht es, Ursachen individueller Unterschiede in Lebensverläufen zu erforschen.

Quelle:
Michaela Riediger, Florian Schmiedek, Gert G. Wagner, Ulman Lindenberger. Seeking Pleasure and Seeking Pain. Differences in Prohedonic and Contra-Hedonic Motivation From Adolescence to Old Age. Psychological Science, Vol. 20, No. 12: 1529-1535 (2009).

Weitere Informationen:
http://www.mpib-berlin.mpg.de/de/forschung/snwg-affekt/index.html
http://www.mpib-berlin.mpg.de/de/presse/2009/gutelaune.html
http://www.mpg.de

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In 70 v. H. Lehrstelle nach Wunsch In Ostdeutschland noch starker Bedarf



Eine gute halbe Millionenen Jugendliche haben im letzten Jahr einen Ausbildungsvertrag unterschrieben Das waren acht Prozent weniger als im Jahr 2008. Schuld daran sind die Wirtschaftskrise und ein demografischer Einbruch, geburtenschwache Jahrgänge. In Ostdeutschland sank die Zahl der Neuabschlüsse um 13 v. H., niedrigster Stand seit dem Mauerfall.
Ungeachtet des starken Einbruchs in Ostdeutschland verbesserten sich die Ausbildungschancen der dort lebenden Jugendlichen. Sie sind inzwischen sogar günstiger als in Westdeutschland. Erschwerend kam in diesem Jahr hinzu, dass sich der massive Geburtenrückgang der frühen 90er-Jahre nun erstmalig auch spürbar auf die Zahl der Abiturienten und Abiturientinnen auswirkt. Ihre Zahl nahm im Vergleich zu 2008 um 17,3 % ab und lag bei nur noch 54.030.
Viele ostdeutsche Unternehmen suchen inzwischen händeringend nach Bewerber/-innen für ihre Ausbildungsplätze. Dies gilt insbesondere für jene Betriebe: Bäcker/-in, Fleischer/-in, Gebäudereiniger/-in, Restaurantfachmann/-frau oder Fachverkäufer/-in im Nahrungsmittelhandwerk.
Eine deutliche Entlastung erfuhr der westdeutsche Ausbildungsmarkt dadurch, dass sich 2009 wesentlich weniger Altbewerber/-innen bei den Arbeitsagenturen, Arbeitsgemeinschaften und zugelassenen kommunalen Trägern meldeten als ursprünglich erwartet worden war. Standen 2008 rechnerisch noch 67,0 neue Ausbildungsverträge 100 Schulabgängerinnen und Schulabgängern gegenüber, fiel dieser Wert 2009 wieder auf 63,1 (Ostdeutschland: 72,4 in 2008 und 74,0 in 2009).
Die meisten dieser Jugendlichen (rund 82.000) stammen aus den alten Bundesländern. Rund 77.000 dieser 93.000 noch suchenden Bewerber und Bewerberinnen hatten bis zum 30. September zumindest eine Alternative gefunden: Teilnahme an berufsvorbereitenden Maßnahmen oder an einer Einstiegsqualifizierung (29.000), einen erneuten Schulbesuch (21.000), ein Praktikum (7.000), eine Erwerbstätigkeit (8.000), die Fortsetzung einer außerbetrieblichen Ausbildung (7.000) beziehungsweise einer bereits begonnenen betrieblichen Ausbildung oder eines Studiums (2.000) oder die Leistung gemeinnütziger beziehungsweise sozialer Dienste (3.000).

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Demenzpatienten zeigen Gefühle



Durch eine emotionale Förderung von Menschen mit Demenz wird der Umgang mit ihnen erleichtert. Das fanden Gerontologen der Universität Heidelberg heraus. In einem Konzept, das sich an Pflege- und Betreuungspersonen sowie pflegende Angehörige wendet, geht es um Maßnahmen bei Alltagssituationen. Auch wenn Gedächtnis und Orientierung schon weitgehend beeinträchtigt sind, können die Patienten noch Gefühle erleben. Dabei sei es wichtig, die Erkrankten als individuelle Personen anzusprechen. Dadurch werde ihr emotionales Erleben gefördert. Die Fähigkeit, Personen, Dingen und Situationen persönliche Bedeutsamkeit zuzumessen, bleibt auch bei Demenz erhalten. Sie verfügen bis in schwere Stadien der Erkrankung hinein über persönliche Vorlieben. Sie sind verbunden mit den lebensgeschichtlichen und sozialen Kontexten der Betroffenen und sind an sprachlichen Äußerungen, Handlungen und am emotionalen Ausdruck der Erkrankten erkennbar. Außerdem bleibt die Fähigkeit, Gefühle nonverbal auszudrücken, auch nach Verlust der sprachlichen Kommunikation meist erhalten.

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Verfallsdatum für digitale Daten wirkt radikal



Jetzt gibt es ein Verfallsdatum, dass dafür sorgt, dass am Tag X das Produkt zerfällt, sich auflöst, verschwindet. Die Rede ist von einem Verfallsdatum für private Daten auf einer Webseite. Saarbrücker Informatiker haben jetzt ein System entwickelt, mit dem jeder Computerlaie seine Dateien und Bilder mit einem Verfallsdatum versehen kann, bevor er diese ins Internet stellt. Dank einer neuartigen Kombination aus Verschlüsselungstechnik und so genannten Captchas werden die Daten und ihre vielfältigen Kopien nach Fristablauf automatisch gelöscht. Für den Internetnutzer ist das System einfach zu bedienen. Notwendig ist lediglich ein Programm-Zusatz (Add-on) für einen der gängigen Internet-Browser. Vor dem Hochladen werden die Daten mit dem Verfallsdatum geimpft. Alles andere läuft danach automatisch.

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Bandwurmungetüme verschrecken Wähler



Politiker sind Meister in komplizierten Schachtel- und Bandwurmsätzen, war das Ergebnis einer Untersuchung von Wissenschaftlern der Universität Hohenheim, die Wahlpropaganda – Parteiprogramme wie Texte – unter die Lupe nahmen. Den Rekord hielt ein Satzungetüm von 69 Wörtern. Das Gesamturteil: Politiker reden und schreiben am Verständnis des normalen Wählers vorbei.
Die Parteien verprellen Leser darüber hinaus mit Insider-Begriffen und Fremdwörtern. Auf www.polit-monitor.de schauen die Forscher deutschen Politikern ab sofort regelmäßig aufs Maul und veröffentlicht die Ergebnisse. Rätselhaft seien solche Begriffe wie „kooperative Versorgungsstrukturen“ (CDU), „doppisches Haushaltswesen“ (FDP), „Konnexitätsprinzip“ (SPD, Grüne), „Sequestrierung“ (Grüne) oder „korruptive Sachverhalte“ (Linke).
Die Wortwahl in den Parteitexten sei vorwiegend das Ergebnis von innerparteilichen Expertenrunden. Auch die Verwendung von Anglizismen erschwere das Verständnis –. „Equal pay“ (SPD) und „Repowering“ (SPD), „Shared Services“ (FDP), „Open Access-Modelle“ (CDU) und „Cross-Border-Leasing“ (Linke) seien nur zur verstehen, wenn man den Bürgern entsprechende „Coachingangebote“ (Grüne) unterbreite, so der Kommunikationsexperte.
Möglich werden diese Analysen durch die vom CommunicationLab Ulm und von der Universität Hohenheim entwickelte Verständlichkeitssoftware TextLab. Die Software berechnet verschiedene Lesbarkeitsformeln sowie Textfaktoren, die für die Verständlichkeit wichtig sind (z.B. Satzlängen, Wortlängen, Schachtelsätze und den Anteil abstrakter Wörter). Aus diesen Werten setzt sich der „Hohenheimer Verständlichkeitsindex“ zusammen, der die Verständlichkeit der Programme und Texte auf einer Skala von 0 (unverständlich) bis 20 (sehr verständlich) abbildet.

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Studentinnen mit Kind liefern Tipps für Studium und Familie



Studium und Ausbildung zum Arzt sind langwierig. Wenn beide das gleiche Berufsziel anstreben, bleibt kaum eine Zeitnische zur Familiengründung. Die Folge sind Ärztemangel oder Verzicht auf Karriere und/oder Familie. Da der Staat Familie wie Ärzte braucht, sucht er nach Modellen, das Medizinstudium mit Familiengründung zu vereinbaren. Rat und Erfahrung holt er sich bei den Betreffenden oder Betroffenen selbst, denn immerhin haben sieben Prozent der deutschen Studentinnen Kind mit/oder ohne Partner. Besonders dringend ist eine Modellbildung in der Medizin, denn der Frauenanteil beträgt hier 60 Prozent.. Das Universitätsklinikum Ulm und die Uni Ulm machen deshalb eine landesweite online-Befragung. Im ersten Durchgang werden 1.000 Medizinstudierende mit Kind(ern) in Baden-Württemberg befragt. Beklagt wird auch der Mangel an

überdurchschnittlich engagierten jungen Medizinerinnen und Medizinern, die sich für aufwändige Karrierewege in der Universitätsmedizin oder für den Posten als Landarzt entscheiden, Da könnten Teilzeitmodelle Abhilfe schaffen. Sie wären ebenfalls für Aus- und Weiterbildung geeignet.

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Nicht mehr als 18 Zahlreiche Studien belegen kleine Klassen



Jetzt haben wir es Schwarz auf Weiß. Endlich, die Schüler und Schülerinnen gehen auf die Straßen, um der Öffentlichkeit das klar zumachen, was die Spatzen bereits von allen Dächern pfiffen, dass die Klassenstärke 20 nicht überschriten sollte. -Das hat was mit dem Phänomen Gruppendynamik zu tun, mit Gruppenbildung, die sich störend auswirken kann. Versuchen Sie mal in 45 Minuten sich mit mehr als 20 Personen zu unterhalten. Oder auf die Fragen von mehr als 20 Personen zu antworten. Längst haben die psychologischen Tests das bewiesen. Aber Regierungen auf allen Ebenen halten die Hand aufs Portemonie. Kein Geld für Lehrer. Lieber zahlt man den arbeitslosen Pädagogen Stempelgeld.

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Offene Schulen nutzen Medien Ganztagsschule bietet Chancen!



Neue Medien und das Internet können wichtige Hilfsmittel sein, um das Lernen zu modernisieren, um auch die Schüler zu erreichen und zu motivieren, die mit traditionellen Methoden nicht mehr ansprechbar sind. Medienkompetenz und Medienkultur sind bedeutsame Bereiche der Bildung.
Außerdem müsse die Methode des prozess- und selbstgesteuerten
Lernens Einzug in Schule halten. Der Trend zur Ganztagsschule eröffne neue Möglichkeiten für eine nachhaltige Qualitätsverbesserung von Unterricht.

Bildungsexperten forderten auf einer Fachtagung in Berlin neue Brainpools für die Zusammenarbeit von Jugendmedien- und Jugendkulturarbeit mit Schulen. Derzeit steckt nach Einschätzung
der Experten aus Schule, Wissenschaft und Jugendhilfe die praktische Kooperation zwischen Jugendmedienarbeit und Schule noch in den inderschuhen. Besonders Schulen mit starren Hierarchien haben große Schwierigkeiten, Kooperationen mit außerschulischen Trägern zu ermöglichen. Pädagogen in der Schule brauchen ebenso Freiräume zur Unterrichtsgestaltung wie die Jugendhilfe außerhalb von Schule.Soll Deutschland nicht den 'Modernisierungszug' im Bildungswesen verpassen, gilt es Neues zu erproben und Experimente zu wagen.

Gefordert ist hier insbesondere die Politik. Soll die Qualität
des Lernens in Deutschland nachhaltig verbessert werden,
muss auch für die Jugendmedien- und Jugendkulturarbeit
eine verlässliche Struktur geschaffen werden. Pädagogen,
deren berufliche Perspektive durch öffentliche Kürzungen
permanent bedroht ist, können keine dauerhaften Kooperationen
mit Schulen aufbauen. Gerade die Kompetenzen der außerschulischen Bildungsarbeit müssen aber in den Lernprozess integriert erden.Wichtige Voraussetzungen sind:
Freiräume für Lehrerinnen und Lehrer, um frei von Zwängen es ehrplans kreative Projekte anzustoßen und Kooperationspartner
zu finden, die Förderung einer außerschulischen Infrastruktur,
die quasi als "Brainpool" in Kommunen und regionalen Räumen zur
Verfügung steht, um Schulen mit Know how und Technik zur Kultur- und Medienarbeit auszustatten.
- Erfahrungen aus Modellprojekten die mancher Orten bereits existieren müssen bundesweit ausgewertet werden.
Modernisierung bedeutet mehr als Baumaßnahmen oder die Bereitstellung von Technik. Die Förderung von Medienkompetenz und auch die damit verbundenen neuen Inhalte und Methoden brauchen eine starke ffentliche Unterstützung, damit sich unser Bildungssystem erneuern kann.
Konzept einer Ganztagsschule: Sieben Leitziele
1. Individuelle Förderung und Eröffnen von Lernchancen durch eine Pädagogik der Vielfalt, die konsequent die unterschiedlichen Lernvoraussetzungen der Schülerinnen und Schüler berücksichtigt, wie zum Beispiel Begabungen, Lernhaltung, die Lernumgebung im Elternhaus und Vorwissen aus der Lebenswelt
2. Veränderung von Unterricht und Lernkultur durch Verknüpfung von Unterricht, Zusatzangeboten und Freizeit über Vor- und Nachmittag, zum Beispiel Lösung vom 45-Minuten Takt, Raum für freien Unterricht und für Projekte
3. Soziales Lernen über verschiedene Altersgruppen hinweg durch Angebote, die das Leben und Lernen in Gemeinschaft, respektvollen Umgang miteinander und soziale Kompetenz fördern
4. Partizipation durch verbesserte Möglichkeiten der Mitentscheidung, Mitgestaltung und Mitverantwortung von Eltern und Schülerinnen und Schülern
5. Öffnung von Schule durch Kooperation mit der Kinder- und Jugendhilfe, sozialen und kulturellen Einrichtungen und mit Betrieben vor Ort
6. Kreative Freizeitgestaltung durch Einbeziehung außerschulischer Angebote, zum Beispiel von Jugendhilfe, Musikschulen, Sportvereinen
7. Qualifizierung des Personals durch entsprechende Weiterbildungen für Schulleitung, Lehrkräfte, pädagogisches Personal und außerschulische Partner

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Nachdenken über neue Lerninhalte Virtuelle Kommission bilden Neue Lehrpläne aufstellen



Nachdenken über neue Lerninhalte
Immer wieder tauchen bei den deutschen Hochschulen mutige Versuche auf, wie man in der Wissensübermittlung etwas besser und schneller machen kann. Aber keiner kommt auf die Idee, diese Erkenntnisse zu bündeln. Wir rufen auf, eine virtuelle Kommission zu bilden, an der sich alle Psychologen, Pädagogen oder Naturwissenschaftler beteiligen sollten, die an einer Neugestaltung der Lerninhalte und damit auch der Lehrpläne interessiert sind und bereits Erfahrung gesammelt haben. Der Pressedienst Psychologie wird im Internet kontinuierlich über die einzelnen Beiträge berichten. Schicken Sie uns Ihre Mosaiksteine zu einem neuen Lernen, geben Sie uns Hinweise auf Veröffentlichungen, teilen Sie uns Ihre Ideen mit.

Kontakt: redaktion@pressedienst-psychologie.de,
Telefon 0351 3323445, Fax 3320520,
Adresse: Gerhard Koch, Arndtstr. 11 , 01099 Dreseden.

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Einmal Pisa - immer Pisa Neue Studie wenig Besserung



Der Pisa Schock ist überwunden. Aber besser geworden sind die Ergebnisse nicht. Die Gründe sind recht einfach. In der kurzen Zeit kann sich nicht soviel ändern. Und – es hat sich in den Schulen auch so gut wie nichts geändert.
Jahrzehnte alte Erkenntnisse über lernpsychologische Untersuchungen bleiben unbeachtet: den Lernprozess bereits vor der Schule einleiten und maximale Klassenstärke = 20.

Dann die Lehrpläne! Ziel des ersten Schuljahrs ist das Lesen lernen. Kinder, die vorbereitet und neugierig sind, lernen es in einem Drittel der Zeit. Außerdem sollte Lesen nicht Selbstzweck sein, sondern ein Mittel,
um weitere Informationen aufzunehmen.

Die Lehrpläne ändern, den modernen Erfordernissen anpassen, wäre längst nötig. Aber dazu müsste erst wieder eine Kommission gebildet werden (Zeitdauer sechs bis zwölf Monate), Gutachten der verschiedenen Gremien eingeholt werden (ein bis zwei Jahre) Auswertung weitere zwei Jahre.

Und dann – neue Erkenntnisse gegen die Lobby oder Bürokratie durchsetzen? Kostenpunkt einige Millionen Euro. Es wäre viel sinnvoller, dass mutige Pädagogen einfach anfangen, umzudenken, damit die Kinder im dritten Schuljahr endlich flüssig lesen und schreiben können.

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Observer-Training statt Praxisschock Lehrer beurteilen Unterrichtsbeispiele

Intelligenter Stift gibt Hinweise auf Schreibschwächen

Verbotene Früchte reizen Schüler bei Filmen und Computerspielen

PISA 2009: Leistungsniveau erhöht Aber immer noch nur Mittelmaß

Terrorberichterstattung schürt die Angst vor Muslimen

Eindruck entscheidet Wahlverhalten stärker als Parteiprogramme

Erst ein neuer Partner heilt den Trennungsschmerz

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Vielseitige Therapie hilft besser bei Doppelschmerz

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Vom kiloschweren Telefon zum 60-Gramm-Handy

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Schulen in schwieriger Lage leisten gute Arbeit trotz schlechtem Ruf

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Einsatz von Trommeln bei Krebstherapie

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Mehr Frauen in Forschung und Lehre

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Studierende forschen am Fließband

Neu in der Familie - Bindungsentwicklung bei Pflegekindern

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Leseprobleme von Grundschülern in Deutschland.

Neuer Detektor für Stress und Depressionen

Politiker verraten mit Gesten ihre wahren Gedanken

Klassische Musik und Oper liegen Deutschen am Herzen

Weniger Chemie – mehr Selbstheilungskräfte

Kosten-Nutzen-Berechnung

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Technik verlangt Lehrerfortbildung

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Offene Schulen nutzen Medien Ganztagsschule bietet Chancen!

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Einmal Pisa - immer Pisa Neue Studie wenig Besserung